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Olympia-Aus für Medaillenhoffnung Lisa Zimmermann

Olympia-Aus für Medaillenhoffnung Zimmermann
Von SID

11/01/2018 um 17:48Aktualisiert 12/01/2018 um 11:25

Der Deutsche Skiverband hat in der Freestylerin Lisa Zimmermann eine weitere Medaillenhoffnung für die Olympischen Spiele in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) verloren. "Ihr Management hat uns mitgeteilt, dass sie nicht an den Qualifikations-Wettkämpfen teilnimmt und damit die Voraussetzungen für Olympia nicht erfüllt. Damit ist das Thema für uns erledigt", sagte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier.

Die 21-jährige Zimmermann (Fürth) wurde 2015 Weltmeisterin in der Disziplin Slopestyle, 2017 gewann sie im Big Air bei den renommierten X-Games. Im vergangenen Februar hatte sie einen Kreuzbandriss erlitten und sich gegen den Rat des DSV gegen eine Operation entschieden.

Zuletzt hatte sie selbst noch Hoffnung auf eine Olympia-Teilnahme gemacht. Dennoch verzichtete sie nun auf die beiden Weltcups am Samstag in Aspen Snowmass und am 20. Januar in Mammoth Mountain (beide USA) - dort hätte sie die beiden letzten Chancen auf das Olympia-Ticket gehabt.

Zimmermann nicht der erste Ausfall

"WM-Gold schüttelt man nicht so eben aus dem Ärmel", sagte Maier, "sie wäre für uns in Pyeongchang eine extrem wertvolle Athletin gewesen, gerade im Freestyle-Bereich." Dort hat der DSV, der in Südkorea auch auf die Ski-Rennläufer Felix Neureuther und Stefan Luitz (beide Kreuzbandriss) verzichten muss, neben Zimmermann nur durch Heidi Zacher im Skicross realistische Chancen auf Edelmetall.

Zimmermann, die selbstständig trainiert und als Freigeist gilt, und der Verband waren in der Frage der Behandlung der Verletzung immer wieder unterschiedlicher Meinung. "Wir hätten ihr gerne unser Know-how im Bereich Kreuzbandverletzungen zur Verfügung und ihr ein auf sie zugeschnittenes Programm zusammengestellt, aber das wollte sie nicht", sagte Maier.

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