SID

Laura Gimmler und Elisabeth Schicho Siebte beim Teamsprint in Dresden

Deutsches Duo überzeugt beim Teamsprint
Von SID

13/01/2019 um 14:40

Die deutschen Skilangläuferinnen Laura Gimmler (Oberstdorf) und Elisabeth Schicho (Schliersee) haben beim Heim-Weltcup in Dresden ein gute Vorstellung abgeliefert. Beim Teamsprint am Sonntag belegte das deutsche Duo im Finale Rang sieben (15,68 Sekunden zurück). Den Sieg sicherte sich Schweden mit Einzel-Siegerin Stina Nilsson und Maja Dahlqvist.

Top-Sprinterin Sandra Ringwald (Schonach) und Victoria Carl (Zella-Mehlis) waren bereits im Halbfinale nach einem Sturz von Ringwald kurz vor Schluss gescheitert. "Scheiße", schimpfte Deutschlands beste Skilanglauf-Sprinterin. Und damit traf sie es auf den Kopf. Ringwalds Sturz auf der Schlussrunde des Halbfinals kostete das Team den Endlauf beim Heim-Weltcup, der für die gesamte Mannschaft durchwachsen lief.

Die "Rettung" waren da Laura Gimmler und Elisabeth Schicho, die in Abwesenheit der ersten Garde in die Bresche sprangen und im Teamsprint ein gutes Finale liefen. Schicho sagte:

"Die letzte Runde war echt schrecklich. Da waren die Beine ziemlich müde. Da habe ich mich versucht, einfach nur ins Ziel zu retten. "

Video - Packendes Finish beim Teamsprint in Dresden

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Ringwald verärgert über Sturz

Ringwald war da bereits mit der Aufarbeitung ihres Sturzes beschäftigt. Noch am Samstag im Einzel-Sprint hatte sie mit Platz sieben ihre beste Platzierung des laufenden Winters geholt, endlich hatte sich die Blockade gelöst, die Top-Platzierungen bislang verhindert hatte. Und auch am Sonntag lief es gut an. Gemeinsam mit Carl, die Ringwald gar als Führende auf die letzte Runde geschickt hatte, zeigte sie im zweiten Halbfinale eigentlich eine starke Leistung. Bis Ringwald fiel.

Als in diesem Moment Drittplatzierte wollte die 28-Jährige unbedingt an der Konkurrenz aus Schweden und den USA vorbei, denn das erste Halbfinale war von der Zeit her wesentlich schneller gewesen. "Ich wusste, ich muss an der Schwedin vorbei, damit ich hier was mitnehmen kann. Und dann habe ich mich mit ihren Skiern verkantet", sagte Ringwald.

Mit 14,81 Sekunden Rückstand kam sie als Sechste des Laufes ins Ziel. Aus der Traum von ihrem zweiten Teamsprint-Podium nach Platz drei in Planica 2016. Möglich wäre es gewesen, einige Top-Läuferinnen wie Tour-de-Ski-Siegerin Ingvild Flugstad Östberg waren schließlich nicht am Start. Dennoch versuchten die deutschen Frauen, die positive Seite zu sehen. Zwei siebte Plätze sind in einer bislang recht wenig erfolgreichen Saison ein Achtungserfolg. Schicho sagte:

"Dresden ist für uns immer ein gutes Sprungbrett. Das nehmen wir jetzt mit, da geht schon noch mehr. "

Norweger gewinnnen bei den Männern

Bei den Männern war sowohl für Janosch Brugger (Schluchsee) und Thomas Bing (Dermbach) als auch für Max Olex (Partenkirchen) und Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) bereits vor dem Finale Schluss. Die Teams belegten im ersten Halbfinale die Plätze fünf und zehn.

Im Männer-Finale gewannen die Norweger Sindre Björnestad Skar, der auch das Einzel für sich entschieden hatte, und Erik Valnes vor ihren Landsmännern Paal Golberg und Eirik Brandsdal (0,75 Sekunden zurück). Langlauf-Überflieger Johannes Hösflot Kläbo, ebenfalls Norweger, hatte seinen Start kurzfristig abgesagt.

Video - Norweger triumphieren beim Teamsprint

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