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Nordische Ski-WM 2019 | Sportarzt Mark S. droht "erhebliche Freiheitsstrafe"

Doping-Affäre bei WM: Sportarzt Mark S. droht "erhebliche Freiheitsstrafe"
Von SID

01/03/2019 um 12:57

Der im Zuge des Doping-Skandals festgenommene Erfurter Sportarzt Mark S. muss mit einer langen Freiheitsstrafe rechnen. Das bestätigte die zuständige Münchener Staatsanwaltschaft 1 dem "SID". Die zunächst festgenommenen Skilangläufer Max Hauke, Dominik Baldauf, Alexei Poltoranin, Andreas Verpaalu und Karl Tammjärv sind dagegen wieder auf freiem Fuß.

Im Hinblick auf den festgenommenen Sportmediziner Mark S. erklärte Staatsanwältin Anne Leiding, Pressesprecherin der Münchner Behörde: "Im Gesetz sind für jeden einzelnen Fall der Anwendung von Dopingmethoden - wenn sie gewerbsmäßig und im Rahmen einer Bande erfolgen - bis zu zehn Jahre Freiheitsstrafe vorgesehen, im Falle einer Anklage gehen wir daher schon davon aus, dass es zu einer erheblichen Freiheitsstrafe kommt."

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Der 40-Jährige sitzt wie ein Komplize derzeit in München in Haft. Zwei weitere Komplizen - einer davon ist der Vater von Mark S. - befinden sich noch in Innsbruck, nachdem sie bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld Kontakt zu Athleten hatten und festgenommen worden waren.

40 Blutbeutel und eine Zentrifuge sichergestellt

Alle vier Verdächtigen stammen aus Erfurt und sollen auf Münchner Haftanstalten verteilt werden. Wie lange die Vernehmungen andauern, ist fraglich. Zudem muss das festgestellte Material untersucht werden.

Die Beamten haben rund 40 Blutbeutel und eine Zentrifuge bei ihrer Razzia in Erfurt sichergestellt. Die Blutbeutel müssen den jeweiligen Personen zugeordnet werden. Wie alle Beschuldigten können auch Mark S. und seine Komplizen auf Strafmilderung hoffen, wenn es zu umfangreichen Geständnissen kommt.

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