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Dopingskandal in Seefeld: ÖSV-Präsident will Langläufer komplett ausschließen

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Dominik Baldauf

Fotocredit: Getty Images

VonSID
28/02/2019 Am 09:05 | Update 28/02/2019 Am 10:03

Peter Schröcksnadel, Präsident des ÖSV, will sich nach dem Dopingskandal bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld von der Langlauf-Sparte trennen. "Ich werde in der nächsten Präsidiumssitzung den Ausschluss der Langläufer aus dem Verband fordern. Einen Sport, in dem es immer wieder zu solchen Vorfällen kommt, sollte man nicht auch noch unterstützen", sagte der 77-Jährige der "Krone".

In einer ÖSV-Pressemitteilung hatte Schröcksnadel nur davon gesprochen, "nach dieser Saison den Langlaufsport im ÖSV völlig neu organisieren" zu wollen. Schröcksnadel gab zudem die Trennung von Langlauf-Chef Markus Gandler bekannt. Gandler war bereits bei der Polizeirazzia bei Olympia 2006 in Turin und beim Dopingskandal um Johannes Dürr in Sotschi 2014 Sportlicher Leiter.

Schröcksnadel nimmt Betreuer in Schutz

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Der Chef des österreichischen Skiverbandes betonte derweil, dass der Skandal nichts mit dem Verband zu tun habe. "Keiner unserer Betreuer hatte damit etwas zu tun. Wenn Kinder Drogen nehmen, erfahren auch immer die Eltern als letzte davon. Es handelt sich um einen internationalen Ring, der zum Glück zerschlagen wurde", sagte er.

Bei mehreren Razzien in Seefeld und in Deutschland waren nach Angaben des österreichischen Bundeskriminalamts (BK) am Mittwoch im Rahmen der "Operation Aderlass" insgesamt neun Personen festgenommen worden, darunter fünf Sportler: Zwei Österreicher, zwei Esten und ein Kasache.

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