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Nordische Ski-WM in Seefeld 2019 | Reaktionen zum Dopingskandal

"Saubären aus dem Verkehr gezogen": Reaktionen zum Dopingskandal
Von Eurosport

28/02/2019 um 12:39Aktualisiert 28/02/2019 um 12:44

Die Reaktionen zum Dopingskandal bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld 2019: DOSB-Präsident Alfons Hörmann spricht davon, dass erneut ein Schatten über den Sport gezogen wurde. Der deutsche Skilanglauf-Bundestrainer Peter Schlickenrieder ist froh, dass die "Saubären" aus dem Verkehr gezogen wurden. ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel erwägt den Ausschluss der Langlaufsparte.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann: "Leider werfen die aktuellen Ereignisse erneut einen Schatten auf den gesamten Sport. Das zeigt aber auch, dass der Kampf gegen Doping weiterhin von elementarer Bedeutung ist, um die weltweite Chancengleichheit für alle Sportler zu sichern und die Integrität des Wettbewerbs zu schützen. Es gilt, den gemeinsamen Kampf gegen Doping weiterhin konsequent und wirkungsvoll fortzuführen, um damit auch die abschreckende Wirkung auf Sportler und vor allem die kriminell agierenden Hinterleute zu verstärken".

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel: "Wir können nicht für jeden Einzelnen garantieren, dass er sich an die strengen Bestimmungen hält, Die Verantwortung trägt jeder einzelne Athlet selbst, die Folgen auch. Klar ist, wer dopt, wird unverzüglich aus dem ÖSV ausgeschlossen. Die juristischen Konsequenzen werden die Behörden ziehen. Nichts ist niederträchtiger als das Erkaufen von besseren Resultaten durch illegale leistungssteigernde Methoden. Ich bin zutiefst verärgert, dass einzelne Athleten offenbar nichts aus der Vergangenheit gelernt haben. Im ÖSV gilt Null-Toleranz gegenüber Doping. Ich werde in der nächsten Präsidiumssitzung den Ausschluss der Langläufer aus dem Verband fordern. Einen Sport, in dem es immer wieder zu solchen Vorfällen kommt, sollte man nicht auch noch unterstützen."

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Sportpolitikerin Dagmar Freitag: "Erschütterung allein reicht nicht, um den Sport sauber zu halten. Dafür braucht es eine gesetzliche Grundlage, die wir in Deutschland seit Ende 2015 mit dem Anti-Doping-Gesetz gegen den erbitterten Widerstand des DOSB verabschiedet haben."

DSV-Bundestrainer Peter Schlickenrieder: "Ich finde es immens bedenklich, dass so nahe bei uns in einer ganzen Trainingsgruppe so etwas betrieben wird, ich bin schockiert. Trotz des engmaschigen Kontrollnetzes passiert so etwas Schockierendes. Wir müssen alles tun, dass so etwas nicht mehr geschehen kann. Es ist traurig und schön zugleich. Schön, weil die Saubären, die beschissen haben, aus dem Verkehr gezogen wurden. Wenn jemand in einem Jahr eine Leistungssteigerung von sechs Prozent hat, kann etwas bei dem Kollegen nicht in Ordnung sein.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow: "Ich bin schockiert und fassungslos. Das ist eine ziemliche Katastrophe. Doping schadet dem Ansehen des Sports und dem Ansehen des Sportstandorts Thüringen."

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