Markus Eisenbichler (270,9 Punkte) und Andreas Wellinger (269,8) rundeten auf den Plätzen fünf und sechs das gute Abschneiden der DSV-Adler ab.
Freitag lag nach einem Sprung auf 137,5 m schon zur Halbzeit in Führung, im zweiten Durchgang segelte er auf 135,0:
Das war ein toller Wettkampf, ich hatte zwei wirklich sehr gute Sprünge. Es macht derzeit einfach Spaß.
Engelberg
5,5 Zentimeter fehlen: Freitag verpasst Sieg nur denkbar knapp
16/12/2017 AM 16:54
Freitag ist der erste Deutsche seit Martin Schmitt vor 17 Jahren, der im Gelben Trikot zur Tournee reist. Drei Siege vor dem ersten Höhepunkt der Saison waren als letztem DSV-Adler ebenfalls Schmitt im Winter 1999/2000 gelungen.
"Dass Richard gut springen kann, wusste ich. Dass er so stabil springt, ist eine riesige Freude", sagte Bundestrainer Werner Schuster im ZDF. Für Freitag war es der achte Erfolg seiner Karriere, erstmals gewann er drei Springen in einer Saison:
Das war schon sehr stark und ist eine tolle Geschichte für ihn. Wenn er weiter so locker bleibt, war das nicht sein letzter Sieg.
Der WM-Dritte Markus Eisenbichler und Vizeweltmeister Andreas Wellinger komplettierten auf den Rängen fünf und sechs das erneut starke deutsche Ergebnis. "Es ist toll für uns, dass wir mit drei Topleuten in die Tournee gehen. Mal sehen, wer das Parkett so schnürt, dass er in Oberstdorf in dieser Form dabei ist. Hoffentlich alle drei", sagte Schuster.

"Einfach nur der Hammer"

Karl Geiger und Stephan Leyhe zeigten auf den Rängen 12 und 18 ebenfalls eine gute Leistung. Pius Paschke verpasste dagegen den zweiten Durchgang, Constantin Schmid scheiterte bereits in der Qualifikation. "Was Richard gezeigt hat, ist einfach nur der Hammer. Er hat wieder ein Ding rausgehauen und einfach nur verdient gewonnen", sagte Wellinger nach dem Springen von Engelberg.
Der umjubelte Lokalheld Simon Ammann bewies als Elfter aufsteigende Form. Sloweniens Wunderkind Domen Prevc (18), der 2016 in Engelberg seinen vierten und bislang letzten Weltcupsieg gefeiert hatte, kam nicht über den 28. Rang hinaus. Rekord-Weltcupsieger Gregor Schlierenzauer aus Österreich und Japans Schanzen-Methusalem Noriaki Kasai schafften es erst gar nicht in den zweiten Durchgang.
Am Samstag hatte Freitag seinen dritten dritten Saisonsieg nur um eine Winzigkeit verpasst. Nach Flügen auf 124,5 und 129,5 m kam er auf 253,5 Punkte - 0,1 Zähler oder umgerechnet 5,5 Zentimeter weniger als der norwegische Sieger Anders Fannemel. Dritter wurde Tourneesieger Kamil Stoch (Polen). Wellinger stürmte im zweiten Durchgang noch noch von Platz 21 auf Position sechs vor. Auf die DSV-Adler warten nun noch wenige Trainingstage, ehe es in die kurze Weihnachtspause geht. Am 29. Dezember steht dann die Qualifikation für den Tournee-Auftakt in Obertstdorf an, einen Tag später wird es richtig ernst.
Hinterzarten
Würth-Sturz überschattet Weltpremiere: "Wenig Verständnis"
16/12/2017 AM 13:40
Skispringen
Schuster lobt furiose DSV-Adler - aber eine Gefahr droht
29/03/2021 AM 13:38