Freitag kam bei der Generalprobe für die Vierschanzentournee (30. Dezember bis 6. Januar) in der Schweiz mit Sprüngen auf 124,5 und 129,5 m auf 253,5 Punkte. Fannemel rettete mit 133,0 und 127,5 m ein knappes Polster.
Freitag hatte 2014 in Engelberg gewonnen, danach aber trotz eines Tagessieges in Innsbruck nur Platz sechs bei der Vierschanzentournee belegt.
Hundertprozentig zufrieden war er mit seinem Ergebnis dennoch nicht:
Hinterzarten
Würth-Sturz überschattet Weltpremiere: "Wenig Verständnis"
16/12/2017 AM 13:40
Es fuchst mich nicht. Der erste Sprung war nicht ganz so, wie er sein sollte. Es ist eben ganz eng da oben. Ich kann trotzdem das Podest genießen. Im Moment ist einfach die Sicherheit da.
Bundestrainer Werner Schuster bilanzierte:
Wir haben im Moment eine extrem starke Mannschaft. Richie kann absolut zufrieden sein. Er ist nicht ganz auf allerhöchstem Niveau gesprungen. Vielleicht war es ein wenig zu sehr auf Sicherheit. Wir sollten jetzt das eine Zehntel nicht suchen.

Kleiner Dämpfer für DSV-Team

Vizeweltmeister Andreas Wellinger, im Vorjahr nur 13. und 15. auf der von ihm nicht unbedingt geliebten Großtitlisschanze, rückte von Platz 21 nach dem ersten Durchgang mit starken 133,5 m und insgesamt 242,2 Punkten noch auf Platz sechs vor. Karl Geiger als Elfter (235,9) und hauchdünn dahinter Markus Eisenbichler als Zwölfter (235,8) sprangen solide.
Stephan Leyhe kam auf Platz 25 (211,5), Pius Paschke landete auf Rang 27 (205,9). Constantin Schmid (Oberaudorf), zuletzt noch glänzender Achter in Titisee-Neustadt, verpasste als 33. das Finale der besten 30.

Kraft wird zum Opfer des Windes

Die zunehmend schwierigen Bedingungen forderten im ersten Durchgang prominente Opfer. Wellinger als 21. und Österreichs Doppel-Weltmeister Stefan Kraft als 20. - letztlich auf Rang 13 vor dem umjubelten Lokalhelden Simon Ammann - verspielten schon alle Siegchancen. Nicht einmal den zweiten Durchgang erreichten Japans Schanzen-Methusalem Noriaki Kasai als 42. und Rekord-Weltcupsieger Gregor Schlierenzauer aus Österreich auf Platz 46.
Sloweniens Wunderkind Domen Prevc, der 2016 in Engelberg seinen vierten und bislang letzten Weltcupsieg gefeiert hatte, zeigte sich bei seinem ersten Saisonauftritt noch weit von seiner Vorjahresform entfernt und kam nur auf Rang 29.
Am Sonntag wird in Engelberg ein weiteres Einzelspringen (14:00 Uhr/live bei Eurosport 1 und im Eurosport Player) ausgetragen, ehe es in die kurze Weihnachtspause geht. Am 29. Dezember steht in Oberstdorf die Qualifikation zum ersten Tourneespringen an.
Engelberg
DSV-Adler überzeugen: Freitag bei Krafts Quali-Sieg auf Platz zwei
15/12/2017 AM 16:26
Skispringen
Schuster lobt furiose DSV-Adler - aber eine Gefahr droht
29/03/2021 AM 13:38