"Wieder auf dem Stockerl, wieder gemeinsam mit Markus - das ist großartig", sagte zweifache Vize-Weltmeister Andreas Wellinger im ZDF. Der 21-Jährige wollte dem verpassten dritten Weltcupsieg gar nicht lange nachtrauern:
Stefan ist einfach grandios gesprungen, das muss man anerkennen.
Wellinger, der nach dem ersten Durchgang noch geführt hatte, lag nach Sprüngen auf 133,5 und 127,0 m mit 258,6 Punkten letztlich noch deutlich hinter Kraft (267,5/130+132,0), der damit auch die Führung im Gesamt-Weltcup vom Polen Kamil Stoch (22.) übernahm. Eisenbichler (244,1 Punkte) sprang im zweiten Durchgang noch von Platz sechs auf drei.
Oslo
Wellinger überragt in der Quali zur "Raw Air"-Serie
10/03/2017 AM 17:48
"Krafti und Andi sind einfach einen Tick stärker als ich, da muss ich mich langsam ransaugen", sagte Eisenbichler. Und auch Bundestrainer Werner Schuster meinte: "Sich zu ärgern, gegen diesen Kraft verloren zu haben, wäre vermessen. Für uns ist das ein tolles Ergebnis."
Zuletzt hatte Wellinger, der in acht der vergangenen neun Weltcupspringen auf dem Podium stand, bei der WM in Lahti zweimal hinter Kraft Silber geholt. Im Springen von der Normalschanze hatte der Österreicher wie jetzt in Oslo vor Wellinger und Eisenbichler gewonnen, der auch da von Platz sechs noch auf das Podest geflogen war.
Für Eisenbichler (25) war es das zweite Weltcup-Podium seiner Karriere, Wellinger hatte seine bisherigen Siege im Januar 2014 im polnischen Wisla und im Januar 2017 in Willingen gefeiert.
Richard Freitag wurde in Oslo 14. (221,1), Stephan Leyhe kam auf Platz 18 (216,6), Karl Geiger wurde 25. (204,0). Team-Olympiasieger Andreas Wank hatte als 47. den zweiten Durchgang verpasst.
Kraft liegt mit 671,8 Punkten auch in der neugeschaffenen "Raw Air"-Wertung vorne. Wellinger, der das Klassement nach seinem Sieg in der Qualifikation am Freitag zunächst angeführt hatt, ist Zweiter (651,3) vor Eisenbichler (622,3). "Das waren erst fünf von 16 Sprüngen, da geht noch einiges", sagte Wellinger. Sprung sechs im Kampf um die Siegprämie von 60.000 Euro steht bereits am Montag bei der Quali in Lillehammer an, "Raw Air" endet kommenden Sonntag in Vikersund.
Am Samstag hatte Wellinger die DSV-Adler im Teamspringen auf Platz zwei geführt, das deutsche Quartett leistete damit Wiedergutmachung für die Pleite im WM-Mannschaftswettbewerb (Platz vier). Vor allem dank Wellingers Satz auf 134,5 m im letzten Durchgang musste sich das deutsche Quartett diesmal nur Österreich um Kraft geschlagen geben, Weltmeister Polen wurde Dritter. Bereits im ersten Durchgang war Eisenbichler spektakulär auf 140,0 m und damit nur einen Meter unter den Schanzenrekord geflogen.
"Das ist eine tolle Geschichte. Wir haben zum Guten zurückgefunden", sagte Bundestrainer Schuster, der die WM-Besetzung mit Wellinger, Eisenbichler, Freitag und Lahti-Unglücksrabe Leyhe (patzte damals beim zweiten Sprung entscheidend) an den Start geschickt hatte.
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