Stoch schaffte es zudem als erster Skispringer nach dem großen Matti Nykänen, seinen Titel zu verteidigen. Der Finne wiederholte seinen Triumph von Sarajevo 1984 vier Jahre später in Calgary.
Es war eine spannende Entscheidung, Wellinger und Stoch schenkten sich nichts und es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis schließlich die '1' bei Stoch aufleuchtete.
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Schuster lobt furiose DSV-Adler - aber eine Gefahr droht
29/03/2021 AM 13:38
Für Wellinger bedeutete die Silbermedaille nicht mehr und nicht weniger als die Fortsetzung seiner märchenhaften Wettkämpfe bei Olympia in Südkorea. Der Bayer war außer sich vor Freude:
Es ist der absolute Wahnsinn, diese Spiele sind unbeschreiblich.

Freitag lobt Wellinger überschwänglich

Nach seinem Teamerfolg von Sotschi und dem Gold in Südkorea von der Normalschanze hat Wellinger als erst zweiter deutscher Skispringer nach Jens Weißflog (1984 bis 1994) Edelmetall in allen drei olympischen Wettbewerben geholt.
Nicht nur deshalb lobte auch Richard Freitag seinen Teamkollegen überschwänglich:
Kamil Stoch hat verdient gewonnen, aber der Welle hat es richtig spannend gemacht.
"Es ist cool dem Andreas zuzuschauen", sagte Freitag über seinen Teamkollegen, der mit Gold und Silber aus den Einzelspringen nach Hause fliegt.
Für Freitag selbst endete die letzte Einzelentscheidung bei den Spielen von Pyeongchang mit einer Ernüchterung: Rang neun, wie schon beim Springen von der kleinen Schanze. Dafür war der Sachse nicht nach Fernost gereist. Er hatte zwar keine guten Bedingungen, doch das wollte Freitag nicht als Ausrede gelten lassen: "Meine Sprünge hätten auch so nicht gereicht", sagte der 26-Jährige selbstkritisch. Ihm bleibt die Hoffnung auf Edelmetall im Team-Wettkampf am Freitag.

Guter Wettkampf von Geiger

So geht es auch Karl Geiger und Markus Eisenbichler. Geiger, der den Vorzug vor Stephan Leyhe erhielt, zeigte einen beherzten Wettkampf und wurde Siebter. Für Eisenbichler blieb Rang 14. Da hatte sich der Bayer mehr erhofft.
Nach einem sensationellen ersten Flug durfte der Österreicher Michael Hayböck von einer Medaille träumen. Doch im Finale fiel er noch vom Silberrang auf Platz sechs zurück. Eine Enttäuschung für den ÖSV und seinen in der Kritik stehenden Trainer Heinz Kuttin. Für Österreich drohen die ersten medaillenlosen Spiele im Skispringen seit Salt Lake City 2002.
Die Norweger brachten vier Athleten unter die Top 8 und sind somit für das Teamspringen favorisiert. Dort wird es wohl einen Kampf zwischen Norwegen, Deutschland und Polen um Edelmetall geben.
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