"Das Selbstbewusstsein ist gerade nicht da, ich hadere ein bisschen", sagte der Dreifach-Weltmeister in der "ARD", nachdem er mit Rang 23 beim zweiten Saisonsieg von Skiflug-Weltmeister Daniel Andre Tande erneut weit hinter den eigenen Ansprüchen geblieben war.
Letzter in der Vorwoche in Wisla, ein schmerzhafter Sturz in der Ruka-Quali, im Wettkampf dann mit Ach und Krach den zweiten Durchgang erreicht: Es läuft nicht für den 28-Jährigen, der am Sonntag nicht mehr die Gelegenheit zur Korrektur erhielt, da das zweite Springen wegen starker Winde abgesagt wurde.
Ruka
Riiber triumphiert zum dritten Mal in Ruka - Erster Auftakt-Hattrick seit 16 Jahren
01/12/2019 AM 14:23

Horngacher: "Wir müssen aktiver skispringen"

Nach dem zweiten Einzelspringen unter dem neuen Bundestrainer Stefan Horngacher, bleibt festzuhalten: Noch sind die DSV-Adler nicht wie gewohnt konkurrenzfähig, lediglich Geiger kann momentan mit den Topspringern mithalten "Wir sind jetzt nicht ganz negativ", sagte Horngacher, "aber wir müssen aktiver und intensiver skispringen." Nach dem ersten Durchgang am Samstag hatte der Österreicher zugegeben: "Die Qualität war nicht sehr hoch bei uns."
Lichtblick Geiger war mit Sprüngen auf 132,5 und 136,5 m (263,5 Punkte) wie schon in der Vorwoche in Wisla (7.) der mit Abstand beste DSV-Adler. "Ganz zufrieden bin ich nicht", sagte der Vizeweltmeister aus Oberstdorf:
Der zweite Sprung war ein bisschen spät. Aber insgesamt sind die Sprünge gut, das passt schon.
Zweitbester Deutscher hinter Geiger, der am Freitag in der Qualifikation mit 147,5 m den Schanzenrekord eingestellt hatte, wurde im Ruka-Wintersportzentrum Richard Freitag auf Platz 15.

Norweger und Slowenen wegen falscher Anzüge disqualifiziert

Das deutsche Ergebnis war nach einer wahren Disqualifikations-Orgie sogar noch geschönt: Tandes zunächst zweitplatzierter Landsmann Marius Lindvik wurde wie der drittplatzierte Slowene Peter Prevc sowie dessen Teamkollege Anze Semenic wegen nicht regelkonformer Anzüge disqualifiziert, nachdem schon nach dem ersten Durchgang die glänzend postierten Norweger Robert Johansson und Johann Andre Forfang aus dem Wettbewerb genommen worden waren. Zweiter wurde damit der Österreicher Philipp Aschenwald (273,3) vor Anze Lanisek aus Slowenien (272,4).
Eisenbichler war überhaupt nur durch die Disqualifikationen von Johansson und Forfang in den zweiten Durchgang gerutscht. Doch Sprung zwei war genauso fehlerhaft wie der erste.

Eisenbichler fehlt die Lockerheit

"Ich versuche, es locker anzugehen, aber das hat nicht geklappt", sagte der 28-Jährige, der am Freitag bei seinem ansonsten starken Qualifikationssprung nach der Landung schmerzhaft gestürzt, allerdings weitgehend unverletzt geblieben war. "Mir geht es eigentlich ganz gut, die Schmerzmittel machen es möglich", sagte Eisenbichler.
Wenig bis gar nichts geht derzeit bei Team-Weltmeister Stephan Leyhe, der als 33. wie schon in der Vorwoche den zweiten Durchgang verpasste und weiter ohne Weltcuppunkte ist. "Es funktioniert einfach gerade nicht so, wie ich es mir vorstelle und wie es in der Vorbereitung lief", sagte der Willinger: "Es ist schwer zu erklären, man muss einfach weitermachen."
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(SID)

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