Die Bilanz der deutschen Skispringer konnte Karl Geiger mit seinem siebten Platz in Kuusamo retten, für die Stimmung von Markus Eisenbichler kam hingegen jede Hilfe zu spät.
"Das Selbstbewusstsein ist gerade nicht da, ich hadere ein bisschen", sagte der Dreifach-Weltmeister in der "ARD", nachdem er mit Rang 23 am finnischen Polarkreis erneut weit hinter den eigenen Ansprüchen geblieben war.
Nach dem zweiten Einzelspringen unter dem neuen Bundestrainer Stefan Horngacher, das wie in der Vorwoche der Norweger Daniel Andre Tande gewann, bleibt festzuhalten: Noch sind die DSV-Adler nicht wie gewohnt konkurrenzfähig.
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"Wir sind jetzt nicht ganz negativ", sagte Horngacher, "aber wir müssen aktiver und intensiver skispringen." Nach dem ersten Durchgang hatte der Österreicher zugegeben:
Die Qualität war nicht sehr hoch bei uns.

Freitag springt in die Top 15

Lichtblick Geiger war mit Sprüngen auf 132,5 und 136,5 m (263,5 Punkte) wie schon in der Vorwoche in Wisla (7.) der mit Abstand beste DSV-Adler. "Ganz zufrieden bin ich nicht", sagte der Vizeweltmeister aus Oberstdorf: "Der zweite Sprung war ein bisschen spät. Aber insgesamt sind die Sprünge gut, das passt schon."
Zweitbester Deutscher hinter Geiger, der am Freitag in der Qualifikation mit 147,5 m den Schanzenrekord eingestellt hatte, wurde im Ruka-Wintersportzentrum Richard Freitag auf Platz 15.

Drei Norweger wegen regelwidrigen Anzügen disqualifiziert

Das deutsche Ergebnis war nach einer wahren Disqualifikations-Orgie sogar noch geschönt: Tandes zunächst zweitplatzierter Landsmann Marius Lindvik wurde wie der drittplatzierte Slowene Peter Prevc sowie dessen Teamkollege Anze Semenic wegen nicht regelkonformer Anzüge disqualifiziert, nachdem schon nach dem ersten Durchgang die glänzend postierten Norweger Robert Johansson und Johann Andre Forfang aus dem Wettbewerb genommen worden waren.

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Zweiter wurde damit der Österreicher Philipp Aschenwald (273,3) vor Anze Lanisek (Slowenien/272,4).

Eisenbichler weit hinten - Leyhe gar nicht im 2. Durchgang

Weltmeister Markus Eisenbichler, der in der Qualifikation schmerzhaft gestürzt war, kam nach zwei sehr mäßigen Sprüngen nicht über Rang 26 hinaus, sammelte nach seinem letzten Platz in Wisla beim Auftakt aber immerhin die ersten Weltcuppunkte.
Team-Weltmeister Stephan Leyhe schied als 33. des ersten Durchgangs wie schon in Wisla aus.
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