Markus Eisenbichler zeigte nach seinem starken vierten Platz beide Fäuste, Karl Geiger schüttelte nur noch den Kopf: Müde deutsche Skispringer hatten nur drei Tage nach dem Ende der Vierschanzentournee beim Schwarzwald-Heimspiel in Titisee-Neustadt keine Chance gegen Polens Dominator Kamil Stoch. Während ein kämpferischer Eisenbichler immerhin die Bilanz der DSV-Adler rettete, landete Geiger nur auf Platz 25.

"Es ist immer noch ein bisserl Krampf, aber im zweiten Durchgang bin ich schon wieder ins Fliegen gekommen. Das war ein gutes Gefühl", sagte Eisenbichler im "ZDF". Die Tournee war für den zweimaligen Saisonsieger enttäuschend verlaufen, zum Abschluss in Bischofshofen hatte er sogar den zweiten Durchgang verpasst. Auf der Hochfirstschanze zeigte Eisenbichler wieder aufsteigende Form.

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Mit 139,5 m im zweiten Durchgang verbesserte sich "Eisei" noch von Platz sechs, lag mit 268,7 Punkten aber letztlich einen guten Meter hinter dem Podest. Der 33 Jahre alte Tourneesieger Stoch sicherte sich mit einem Traumflug auf 144,0 m im Finale und 281,6 Punkten seinen 39. Weltcupsieg, durch den er mit seinem Landsmann Adam Malysz auf Platz drei der "ewigen" Bestenliste gleichzog.

Norwegens Weltcup-Spitzenreiter Halvor Egner Granerud (277,6) wurde Zweiter und verteidigte die Führung in der "Titisee-Neustadt 5"-Gesamtwertung, deren Spitzenreiter nach dem zweiten Einzelspringen am Sonntag (ab 16:30 Uhr live auf Eurosport 1 und bei Eurosport mit Joyn) 25.000 Euro kassiert. Stochs Landsmann Piotr Zyla (270,8) kam auf Platz drei, der nach dem ersten Durchgang führende Dawid Kubacki, ebenfalls aus Polen, rutschte im Finale noch auf Platz sieben ab.

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Titisee-Neustadt: Geiger hadert mit Schanze

Geiger zeigte zwei durchwachsene Sprünge auf 129,5 und 121,5 m (224,2 Punkte), lag damit weit zurück und haderte mit der Schanze. "Die ist brutal schwer und meine Achillesferse, da habe ich immer zu knabbern", sagte Geiger, der drei Tage zuvor in Bischofshofen noch auf Platz zwei in der Tournee-Gesamtwertung geflogen war: "Die Schanze hier ist genau das Gegenteil von Bischofshofen - aber das ist eben die Challenge."

Bundestrainer Stefan Horngacher war bedingt zufrieden. "Einen Heimvorteil haben wir heute nicht gespürt, die Windbedingungen waren schwer", sagte der Österreicher und Wahl-Schwarzwälder: "Die Sprünge vom Markus waren gut, der zweite vom Karl eigentlich auch, aber da hat er bei den Verhältnissen keine Chance gehabt."

Zweitbester Deutscher war Martin Hamann, der 14. wurde. Pius Paschke verbesserte sich mit einem starken zweiten Sprung von Platz 30 auf 17. Ex-Weltmeister Severin Freund, 2015 Weltcup-Sieger in Titisee-Neustadt, kam auf Rang 23. Constantin Schmid, der auf der Hochfirstschanze 2017 als 18-Jähriger mit Platz acht erstmals in die Top 10 gesprungen war, musste sich mit Platz 26 begnügen.

(SID)

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