Getty Images

Mit Video | Dank Freitag: Deutschland fliegt auf Platz zwei

Mit Video | Dank Freitag: Deutschland fliegt auf Platz zwei
Von Eurosport

16/03/2019 um 18:44Aktualisiert 16/03/2019 um 19:08

Slowenien hat sich beim Skifliegen der Raw-Air-Serie in Vikersund den Sieg geholt. Deutschland landete nach einer starken Aufholjagd auf Platz zwei, musste sich den Slowenen nur um wenige Punkte geschlagen geben. Dritter wurde Österreich. Der beste Sprung gelang Ryoyu Kobayashi (241,5 m), der seinen Rückstand in der Gesamtwertung auf Stefan Kraft verkürzen konnte.

"Das war heute gut und eine kompakte Mannschaftsleistung", sagte Bundestrainer Werner Schuster im "ZDF":

"Bei der Raw Air hat für uns nicht alles geklappt, aber heute können wir sicher zufrieden sein. "

Nach acht Runden und rund zwei Kilometern in der Luft lag das DSV-Quartett mit 1606,3 Punkten umgerechnet 22 Meter hinter den Slowenen um den starken Jungstar Domen Prevc (1632,9). Dritter wurde Österreich (1562,8). Gastgeber und Topfavorit Norwegen, seit vier Jahren und sieben Teamfliegen unbesiegt, kam nur auf Platz sechs (1503,6).

Video - Abgezockte Slowenen lassen DSV-Adlern im Teamspringen keine Chance

02:11

In der Raw-Air-Wertung führt der Österreicher Stefan Kraft im Kampf um die Siegprämie von 60.000 Euro nach 13 von 15 Durchgängen mit 2015,4 Punkten vor Japans Gesamtweltcup-Sieger Ryoyu Kobayashi (2006,9), beide liegen umgerechnet sieben Meter auseinander. Eisenbichler ist als bester Deutscher Vierter. Die Entscheidung fällt im Einzelfliegen am Sonntag (17.00 Uhr live bei Eurosport und im Eurosport Player).

Bundestrainer zufrieden mit seinen Adlern

Eisenbichler, der mit 248,0 m den deutschen Rekord hält, flog als deutscher Schlussspringer auf 227,0 und 223,5 m. "Der zweite Flug war nicht auf der letzten Rille, aber insgesamt ist es echt in Ordnung gewesen", sagte der 27-Jährige.

Der Flug-WM-Dritte Richard Freitag überzeugte mit 231,0 und 231,5 m, Karl Geiger (Oberstdorf) zeigte sich mit 209,5 und 216,0 m verbessert. Youngster Constantin Schmid (Oberaudorf), der in der Probe seine persönliche Bestleistung auf 227,0 m steigerte, kam auf 204,5 und 222,0 m.

"An Constantin wird mein Nachfolger Freude haben. Karl hat sich auch noch einmal gesteigert, und in Andreas Wellinger haben wir sogar noch einen Olympiasieger auf der Bank. Das sieht alles recht gut aus", sagte Schuster, der beim Weltcupfinale am kommenden Wochenende letztmals Regie führt. Die größte Weite erzielte Ryoyu Kobayashi mit 241,5 m vor Kraft mit 239,5. Der Weltrekord Krafts, vor zwei Jahren an gleicher Stelle mit 253,5 m erzielt, geriet nicht in Gefahr.

Leyhe muss Saison beenden

Den bislang einzigen deutschen Team-Sieg bei einem Weltcup-Fliegen gab es bei der Premiere am 18. März 2000 in Planica. Damals traten Sven Hannawald, Martin Schmitt, Hansjörg Jäkle und Michael Uhrmann für den DSV an.

Für Stephan Leyhe, der eine Woche zuvor beim Raw-Air-Auftakt in Oslo schwer gestürzt und unter Schmerzen noch in Lillehammer und Trondheim angetreten war, ist die Saison indes beendet. "Nach genauerer Untersuchung ist mein Sprunggelenk doch stärker angeschlagen als gedacht. Ich muss leider das Finale als Zuschauer bestreiten", teilte der Teamweltmeister bei Facebook mit. Am kommenden Wochenende stehen zum Saisonfinale noch drei Fliegen im slowenischen Planica an.

Video - "Da knallt er einen raus" - Freitag bringt Deutschland mit Attacke wieder heran

01:05
0
0