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Mein Snooker-Rückblick: Drama pur im Giganten-Duell

Mein Snooker-Rückblick: Drama pur im Giganten-Duell

25/03/2020 um 11:58Aktualisiert 25/03/2020 um 12:02

Auch die Snooker-Saison pausiert wegen der Coronavirus-Pandemie - Zeit für Eurosports Snooker-Experten Rolf Kalb, um auf die vergangenen Monate zurückzuschauen. In Teil zwei seines Snooker-Rückblicks widmet sich Kalb u.a. dem dramatischen Giganten-Duell zwischen Neil Robertson und Judd Trump im Finale des Champion of Champions und dem Finalsieg von Shaun Murphy bei den China Open.

Guangzhou war der Schauplatz der China Open. Und nachdem Shaun Murphy zuvor in dieser Saison schon zwei Endspiele verloren hatte, klappte es für den Magier nun auch mit dem Titel. Nachdem er in der Vorschlussrunde Titelverteidiger Mark Selby mit 6:3 entthront hatte schlug er im Finale Mark Williams mit 10:9.

Das Endspiel war hochklassig: Murphy spielte neun Breaks von mehr als 50 Punkten, darunter zwei Centuries, Williams schaffte sieben Serien von mehr als 50 Zählern, darunter ebenfalls zwei Centuries. Bis zum 5:5 war es immer eine enge Kiste. Danach löste sich Murphy jedoch und gewann vier Frames in Folge.

Beim Stand von 9:5 schien der klare Sieg nur noch eine Frage der Zeit. Aber Pustekuchen: Mit einer 73 leitete Williams sein Comeback ein und glich dank einer 132 zum 9:9 aus. Im Decider legte Murphy aber eine 69 vor, und das reichte am Ende.

Video - Lucky Fluke: Williams mit Glücksschuss bei China Championship

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Selby mit Gala im Finale der English Open

War Mark Selby in Guangzhou als Titelverteidiger noch im Halbfinale gescheitert, so sicherte er sich bei den English Open seinen ersten Saisontitel. Und wie! Im Finale nahm er David Gilbert mit 9:1 auseinander. Im ersten Frame verschoss Gilbert eine lange Rote und die Quittung war eine 88 von Selby. Sieben der ersten acht Frames gewann der dreimalige Weltmeister.

Video - Überraschung bei den English Open: 17-Jähriger wirft Titelverteidiger raus

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Premiere im Finale des World Open

Beim World Open war dann wieder einmal Judd Trump an der Reihe. Im Halbfinale musste der Weltmeister allerdings einen Thriller gegen John Higgins bestehen. Mit 5:2 hatte Trump geführt und legte in einigen Frames vor, doch den Schritt über die Ziellinie schaffte er nicht. Ähnliches drohte ihm im Decider, wo er eine 55 vorlegte. Doch dieses Mal schaffte Higgins die Konter-Clearance nicht: Der Schotte verschoss Pink und Trump machte das 6:5 klar.

Video - Hier macht Un-Nooh das Finale klar

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Robertson: Das beste Match meiner Karriere

Im Finale des Champion of Champions trafen dann zwei Giganten dieser Saison aufeinander. In einem mitreißenden Match sicherte sich Neil Robertson mit einem 10:9 über Judd Trump den Titel. Die beiden schossen sich die hohen Breaks nur so um die Ohren. Neil Robertson spielte fünf Centuries, Judd Trump immerhin auch drei. Zudem war es jederzeit spannend. Die beiden lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem in der Regel nicht mehr als ein Frame zwischen ihnen lag.

Als er mit 9:8 in Führung gegangen war hielt Trump alle Trümpfe in der Hand, zumal Robertson im 18. Frame schon einen Snooker brauchte. Aber der Australier holte die Foulpunkte, räumte den Tisch ab und glich dank einer Re-spotted Black zum 9:9 aus. Drama pur! Und Robertson setzte noch einen drauf, als er den Decider dann mit einer 137 holte. Kein Wunder, dass der Australier dieses Endspiel danach als das beste Match seiner Karriere bezeichnete.

Video - Robertson zaubert: "Dieser Ball ist eines Champion of Champions würdig"

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Das Finale beim Champion of Champions war einer der absoluten Höhepunkte in dieser Saison. Aber auch in der Folgezeit leisteten die Spieler natürlich noch Großes. Darauf werde ich in den nächsten Folgen meines Rückblickes eingehen.

Übrigens: In dieser Woche wiederholen wir auch jeden Abend um 20:00 Uhr auf Eurosport 1 ein Finale aus dieser Saison! Einstweilen gilt aber auch heute: Passt bitte gut auf Euch und alle anderen auf und bleibt vor allem gesund!

Herzliche Grüße und alles Gute

Ihr / Euer Rolf Kalb