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Neil Robertsons große Show - erst eine 147, dann eine 140

Robertsons große Show - erst eine 147, dann eine 140

13/02/2019 um 01:17

Neil Robertson lieferte bei seinem 4:1 bei den Welsh Open über Jordan Brown eine große Show: Im vierten Frame spielte er eine 147 und ließ dann eine 140 folgen. Es war das vierte Maximum-Break für den Australier und das 148. In der Geschichte des Snooker. Schafft kein anderer das gleiche, dann wird das perfekte Break mit 17.000 Pfund belohnt. Dabei hatte Robertson den ersten Frame noch verloren.

Jordan Brown überzeugte im ersten Frame erst mit seinem Safe-Spiel, und nach einem längeren taktischen Duell machte er aus seiner ersten Chance eine 88. Neil Robertson aber fand im zweiten Durchgang ins Spiel. Mit einer 77 glich er aus und holte sich dann auch das 2:1 mit kleineren Breaks. Danach spielte „The Thunder from Downunder“ furios. Bei seiner 147 geriet er nie in Gefahr, stellte immer wieder perfekt. Und als Schlusspunkt schickte er dann auch noch eine 140 hinterher.

Auch Ronnie O’Sullivan steht in der zweiten Runde der Welsh Open in Cardiff. Bei seinem 4:2 über Sanderson Lam spielte er allerdings mit einer außergewöhnlichen Taktik. Der viermalige Champion erlaubte sich alle Freiheiten und attackierte jeden Ball aus dem Bauch heraus. Das sah phasenweise mitreißend aus, ging ab nicht immer gut. Dann bekam natürlich Sanderson Lam seine Chancen.

So ging Sanderson Lam mit 1:0 und 2:1 auch zwei Mal in Führung. Vor allem im sechsten Frame nutzte die Nummer 107 der Weltrangliste seine Möglichkeiten jedoch nicht. Ronnie O’Sullivan überzeugte im vierten Frame mit einer 95. Das mögliche Century vergab er, als er die nächste Rote spielte, bevor Schiedsrichter Brendan Moore Pink wieder aufgesetzt hatte. Im nächsten Durchgang folgte dann aber mit einer 116 sein 992. Century.

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Mark Selby erreichte ebenfalls die Runde der letzten 64. Bei seinem 4:2 über Anthony McGill zeigte er jedoch wieder Licht und Schatten. Mit Breaks von 139 und 75 Punkten startete er furios. Im dritten Frame hatte er eine gute Chance zum 3:0, verstellte sich aber und McGill holte mit einer 74 seinen ersten Frame. Mit einer brillanten 61 aus einem sehr schweren Bild heraus verschaffte sich Selby dann aber wieder etwas Luft. McGill schlug mit einer 105 zwar noch einmal zurück, doch mit einer 80 machte Selby im sechsten Frame alles klar.

Ding Junhui hat die erste Hürde in Cardiff sicher genommen. Spielerisch überzeugte er bei seinem 4:0 über Chris Totten aber noch nicht. Kein einziges Break von mehr als 50 Punkten gelang dem chinesischen Superstar. German-Masters-Champion Kyren Wilson entledigte sich seiner Pflichtaufgabe dagegen souverän. Andy Lee aus Hongkong offerierte ihm von Anfang an Chancen, die Wilson dankbar nutzte. Mit Breaks von 63, 88, 67 und 60 Punkten stürmte er in die zweite Runde; gerade einmal 67 Minuten brauchte er für seinen Erfolg. Mei Xiwen beendete sein 4:3 über Michael Holt mit einer 131.

In einem der Top-Matches der ersten Runde setzte sich Stuart Bingham mit 4:0 gegen Ali Carter durch. Bingham war mit Breaks von 90 und 73 Punkten in das Match gestartet. Beim 4:3 von Nigel Bond über Alan McManus gab es im siebten Frame nach über einer Stunde ein Re-Rack. Simon Lichtenberg schaffte es nicht, Lukas Kleckers und Alexander Ursenbacher in die zweite Runde zu folgen. Der Berliner führte gegen Billy Joe Castle zwar mit 3:2, verlor am Ende aber doch mit 3:4.

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