O’Sullivan wirkte nicht so konzentriert wie bei seinem Auftaktsieg in der Waterfront Hall. Trotzdem konnte Andy Hicks ihn nicht gefährden. Breaks von 76, 54, 65 und 90 Punkten spielte der sechsmalige Weltmeister auf seinem Weg in die Runde der letzten 32. Hicks hatte zwischenzeitlich zum 1:1 ausgeglichen; den zweiten Frame gewann er dank einer 55er-Clearance auf Schwarz.
Bei John Higgins lief im ersten Frame kaum etwas zusammen. Prompt geriet er in Rückstand. Doch im zweiten Frame hatte er plötzlich die Chance auf ein Maximumbreak, bis er die Stellung auf die 15. Schwarze nicht mehr schaffte und nach 113 Punkten Schluss war.
Erst nach einem dramatischen siebten Frame setzte sich Mark Selby mit 4:3 gegen Cao Yupeng durch. Der Weltmeister hatte schon im sechsten Frame die Chance zum Sieg, doch ihm rutschte das Hilfsqueue aus der Hand und er foulte.
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Im Decider brauchte Cao schon Snooker, aber der Chinese holte die Zusatzpunkte und machte sich auf den Weg, die Farben abzuräumen. Schwarz klapperte dann aber, blieb direkt im Einlauf der Ecktasche liegen und war damit leichte Beute für Selby.

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Wilson brennt Feuerwerk ab

Kyren Wilson lieferte bei seinem 4:1 über Robert Milkins ein Feuerwerk ab. Breaks von 127, 73, 51 und 120 Punkten spielte der "Warrior" auf dem Weg zum Sieg. Eine Energieleistung war das 4:3 von Mark Williams, der von einem Gicht-Anfall gehandicapt ist, über Elliot Slessor. Mehr als 3:20 Stunden dauerte das Duell.
Auf dem Weg zu seinem 4:2 über Liang Wenbo gewann Luca Brecel vier Frames in Folge. Liang war rasant gestartet und dank einer 113 mit 2:0 in Führung gegangen. Doch dann startete der Belgier durch. Er beendete das Match mit Breaks von 79 und 94 Punkten.
Für eine Überraschung sorgte Lu Haotian mit seinem 4:2 über Ali Carter. Lu trifft nun auf Mark King, der in der Wiederauflage des Finales von 2016 Barry Hawkins mit 4:0 geschlagen hat. Masters-Champion Yan Bingtao setzte sich trotz eines 1:3-Rückstandes noch mit 4:3 gegen Duane Jones durch.

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Murphy zieht den Kopf aus der Schlinge

Im letzten Heldover-Match zog Shaun Murphy noch einmal den Kopf aus der Schlinge und sorgte mit seinem 4:2 über Bai Langning dafür, dass bis auf Anthony McGill alle Top-16-Spieler die erste Hauptrunde erreichten. Murphy machte danach im Eurosport-Studio keinen Hehl daraus, dass der erst 19-jährige Bai das Match durchaus hätte gewinnen können: "Die ersten beiden Frames hätte ich niemals gewinnen dürfen."
Vor allem im zweiten Durchgang lag er schon mit 0:58 hinten. Mit spektakulären Bällen erarbeitete sich Bai viele Chancen, hatte dann aber Probleme bei der Spielballkontrolle.
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