Judd Trump war bei den jährlichen Preisen, die auch in diesem Jahr nicht beim üblichen Awards Dinner vergeben werden konnten, wie in den vergangenen beiden Jahren der große Abräumer.
Der Weltmeister von 2019 wurde sowohl von den Snooker-Medien weltweit als auch von den Fans zum Spieler des Jahres gekürt. Außerdem wurde er genau wie Brandon Parker in die Hall of Fame des Snooker aufgenommen.
Der im Vorjahr verstorbene Manager hatte zahlreiche Profis wie Paul Hunter, Matthew Stevens, Shaun Murphy und Kyren Wilson unter seine Fittiche genommen. Außerdem hatte er intensiv daran gearbeitet, Top-Events nach Kontinental-Europa zu bringen. So wird das German Masters ewig mit seinem Namen verbunden sein. Darüber hinaus war er einer der Direktoren der World Snooker Tour.
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Auch in der Saison 2020/21 war Trump einmal mehr der herausragende Akteur. Fünf Titel gewann er in dieser Saison, nachdem er im Jahr zuvor sogar sechsmal triumphiert und damit einen neuen Rekord aufgestellt hatte. Erneut beendete er die Saison mit großem Vorsprung an der Spitze der Weltrangliste.

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Weltmeister Selby ebenfalls ausgezeichnet

Der Journalistenpreis ging an Mark Selby. Der 37-Jährige hatte nicht nur vor wenigen Tagen seinen vierten WM-Titel gewonnen, sondern zuvor auch beim European Masters und den Scottish Open triumphiert. Selbys Leistung bei der Weltmeisterschaft wurde gleichzeitig als Leistung des Jahres gewürdigt. In einem fesselnden Finale hatte er am letzten Montag Shaun Murphy 18:15 geschlagen.
Als Newcommer des Jahres wurde der 21-jährige Chinese Pang Junxu ausgezeichnet. Er hatte seinen Platz auf der Maintour 2020 über die nationale Tour in China geholt. In der WM-Qualifikation 2020 hatte er als Amateur immerhin Stuart Carrington geschlagen.
Gleich bei seinem ersten Turnier als Profi erreichte er das Achtelfinale. Das Kunststück wiederholte er später bei der UK Championship und bei den Welsh Open.

Mark Selby | World Championship

Fotocredit: Getty Images

UK Championship: Robertsons Triumph "Magic Moment" des Jahres

Für den "Magic Moment" des Jahres sorgte Neil Robertson bei seinem Triumph bei der UK Championship. In einem dramatischen Finale gegen Trump setzte er sich erst nach Mitternacht 10:9 durch. Vor allem der Decider, den Robertson auf Pink gewann, war an Spannung kaum zu überbieten.
Die World Snooker Awards gibt es seit 2011. Eigentlich werden sie im Rahmen einer feierlichen Gala am Donnerstagabend nach der Weltmeisterschaft in London vergeben. Corona-bedingt musste diese Veranstaltung nun schon zum zweiten Mal in Folge ausfallen.
Herzliche Grüße
Ihr / Euer Rolf Kalb
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