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Drei Centuries reichen nicht: Titelverteidiger Trump unterliegt Murphy

Drei Centuries reichen nicht: Titelverteidiger Trump unterliegt Murphy

14/01/2020 um 23:03Aktualisiert 14/01/2020 um 23:29

Drei Centuries reichten dem Titelverteidiger nicht: Shaun Murphy warf Judd Trump in der ersten Runde des Masters mit 6:3 aus dem Turnier. Die Serie der Favoritenstürze setzte sich in London damit fort: Im fünften Match verlor zum fünften Mal der gesetzte Spieler. Im zweiten Spiel des Tages setzte sich mit John Higgins zum ersten Mal der gesetzte Spieler durch. Er schlug Barry Hawkins mit 6:1.

Vier Frames in Folge gewann Shaun Murphy, um gegen Judd Trump aus einem 2:3 ein 6:3 zu machen. Dabei hatte der Weltmeister und Titelverteidiger brillant begonnen. Nachdem Murphy der Spielball unglücklich gefallen war, holte sich Trump mit einer 128 den ersten Frame. Die nächsten beiden Durchgänge gewann dann zwar Murphy mit einem Top-Break von 71 Punkten, aber Trump ließ mit einer 116 und einer 119 zwei weitere Centuries zum 3:2 folgen.

Im sechsten Frame kippte das Match dann aber. Zwei schwache Safeties von Judd Trump erlaubten Shaun Murphy den Ausgleich. Danach, so analysierte die zwölfmalige Weltmeisterin Reanne Evans im Eurosport-Studio, „fehlte bei Trump das letzte Quäntchen an Konzentration“. Nach den Safe-Fehlern schlichen sich bei Trump unter zunehmendem Druck so auch Lochfehler ein. Murphy holte die nächsten beiden Durchgänge auf Pink und Schwarz, obwohl der Titelverteidiger durchaus Chancen hatte. Im neunten Frame lochte Trump dann aber keinen Ball mehr.

Higgins mit deutlichem Sieg gegen Hawkins

John Higgins zeigte über weite Strecken eine solide Leistung, während sich Barry Hawkins erneut nervös und verunsichert präsentierte. So ging Higgins, der vor allem eine Reihe schöner langer Bälle lochte, mit Breaks von 57, 53 und 74 Punkten mit 4:0 in Führung. Auch im fünften Frame legte der Schotte mit 62:0 vor, doch Hawkins bekam die Chance zum Comeback. Er verstellte sich jedoch auf Pink und schaffte so keine Stellung auf Schwarz. Den Kampf um den letzten Ball gewann nach einigen schwachen Safeties von Hawkins dann prompt Higgins.

Erst im sechsten Frame ließ Barry Hawkins sein Können aufblitzen, als er mit einer 101 auf 1:5 verkürzte. Doch es sollte der Ehrenframe bleiben. John Higgins, der nach dem Interval Konzentrationsschwächen gezeigt hatte, steigerte sich wieder. Im siebten Frame legte er eine 40 vor und machte dann mit einer Clearance von 59 Punkten bis Pink den klaren Sieg perfekt.

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