John Higgins knüpfte nicht ganz an die Gala-Vorstellung an, die er am Tag zuvor bei seinem Sieg über Ronnie O’Sullivan gezeigt hatte, spielte aber immer noch sehr gut. Vor allem war seine Stärke beeindruckend, wenn es darum ging, die entscheidenden Bälle zu lochen. David Gilbert hatte den ersten und den dritten Frame mit Breaks von 80 und 86 Punkten gewonnen, aber zwischenzeitlich hatte Higgins mit einer 106 aus einem unmöglichen Bild zum 1:1 ausgeglichen. Ein Schlüsselframe war der vierte Durchgang, als Gilbert die Chance zum 3:1 vergab. Mit einer für ihn typischen Clearance holte Higgins auf Pink das 2:2.
Nach der Pause brillierte Higgins erneut mit zwei Breaks aus schweren Bildern, darunter auch eine 107, und zog so auf 4:2 davon. Die Chance zum 5:2 vergab er jedoch und auch den achten Frame gab er aus der Hand, als er Pink verschoss und Gilbert so zum 4:4 ausglich. Dann aber fand der Schotte in die Spur zurück. Eine 56 von ihm war die Grundlage zum 5:4. Im sehr nervösen zehnten Frame war es dann auch der Wizard of Wishaw, der die entscheidenden Bälle lochte. Und die waren teilweise spektakulär und von größter Schwierigkeit.
Stuart Bingham startete besser als Yan Bingtao in ihr Halbfinale und ging mit 3:1 in Führung. Zwar verkürzte Yan dank einer 88 unmittelbar nach dem Interval auf 2:3, doch Bingham verschaffte sich umgehend wieder ein Polster von zwei Frames. Die nächsten beiden Durchgänge aber dominierte Yan klar und übernahm dann dank einem Break von 100 Punkten mit 5:4 erstmals die Führung.
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Der zehnte Frame bot beiden Chancen, aber Bingham erzwang auf die Farben den Ausgleich. In seinem dritten Match beim Masters musste Yan zum dritten Mal über die volle Distanz gehen. Aber wieder hatte er die Ruhe weg, im Gegensatz zum erfahreneren Bingham. Yan legte eine 65 vor und der Titelverteidiger brauchte bereits vier Snooker. Zwar zwang er Yan in ein Foul, doch dann ließ er die letzte Rote direkt vor der Mitteltasche liegen. Yan Bingtao ist damit der jüngste Masters-Finalist seit Ding Junhui im Jahr 2007 und der erste Debütant, der seit Mark Selby im Jahr 2008 das Endspiel erreicht.
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