Für Kyren Wilson wäre an diesem Tag mehr möglich gewesen. Aber er vergab seine Chancen durch eine schlechte Spielballkontrolle und zu viele Fehler. So schaffte der "Warrior" vor allem in der zweiten Hälfte der Partie allenfalls Minibreaks. Dabei hatte Ronnie O’Sullivan ihm durchaus genug Chancen gegeben.
Zum Interval hatte Wilson noch verdient mit 3:1 geführt. Wilson hatte dabei Breaks von 97 und 75 Punkten gespielt, während O’Sullivan zwischenzeitlich mit einer 66 auf 1:2 verkürzte.
Nach der Pause aber kam O’Sullivan dank einer 84 auf 2:3 heran. Im sechsten Frame machte Wilson dann einen folgenschweren Fehler: Er hatte 13 Punkte Vorsprung bei nur noch Pink und Schwarz auf dem Tisch, aber er ließ den Spielball in die Ecktasche laufen.
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13/12/2020 AM 21:49
O’Sullivan glich zum 3:3 aus und übernahm anschließend mit einer Clearance von 86 Punkten erstmals die Führung. Dabei hatte Wilson im siebten Frame zwei gute Chancen gehabt, aber er holte nur 33 Punkte. Ähnlich verlief der achte Frame: Drei gute Chancen reichten Wilson da nicht. O’Sullivan sammelte auf, was der Gegner ihm anbot.

Folgenschwerer Fehler: Wilson holt O'Sullivan zurück ins Match

Trump überzeugt gegen Gould

Judd Trump unterstrich seine Titelambitionen mit einer überzeugenden Leistung gegen Martin Gould. Unter anderem mit Breaks von 101 und 142 Punkten ging er mit 3:0 in Führung; mit der 142 stellte er auch das höchste Turnierbreak von Mark Allen ein.
Gould verkürzte zwar noch vor dem Interval mit einer 117, aber nach Wiederbeginn stellte Trump den alten Abstand wieder her. Nach einer 83 zum 2:4 kam bei Gould noch einmal Hoffnung auf, aber eine 55 von Trump im siebten Frame leitete die Entscheidung ein.
In den letzten beiden Begegnungen des Viertelfinals treffen am Freitag Mark Selby auf Hossein Vafaei und Jack Lisowski auf Zhao Xintong.

Hochklassige Begegnung zwischen Selby und McGill

Mark Selby zeigte bei seinem 4:2 über Anthony McGill erneut eine starke Leistung. Beide spielten in der hochklassigen Begegnung eine Vielzahl hoher Breaks. Selby schaffte eine 134, eine 58, eine 86 und eine 91. McGill spielte Breaks von 87 und 128 Punkten.
Praktisch jeder Fehler wurde mit einem entscheidenden Break bestraft. Typisch waren die letzten beiden Frames: McGill verschoss jeweils eine lange Rote und Selby ließ ihn nicht mehr an den Tisch.
Auch Hossein Vafaei geizte nicht mit Breaks. Bei seinem 4:1 über Ding Junhui spielte er Serien von 86, 134 und 51 Punkten.
Jack Lisowski machte mit seinem Freund und Mentor Robert Milkins kurzen Prozess. Nur 58 Minuten brauchte er für seinen 4:0-Sieg. Breaks von 130 und 127 Punkten spielte Lisowski dabei. Zhao Xintong hätte seinen 4:3-Sieg über John Higgins beinahe noch aus der Hand gegeben. Mit Top-Breaks von 111 und 137 Punkten war Zhao mit 3:1 in Führung gegangen und hatte auch im fünften Frame eine 60 vorgelegt.
Doch dann nutzte er seine Siegchancen nicht. Higgins fing ihn noch auf Schwarz ab und glich anschließend aus. Im letzten Frame drohte Zhao wie auch schon in Durchgang fünf den Sieg zu verspielen, aber dieses Mal behielt er die Nerven.
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