Während es im Match zwischen Carter und Thepchaiya nur ein einziges Break von mehr als 50 Punkten gab, spielten Perry und Robertson in jedem Frame mindestens ein Break von 60 Punkten. Die Anfangsphase gehörte Perry, der mit Breaks von 70 und 63 Punkten die ersten beiden Frames gewann. Dann folgte die stärkste Phase von Robertson: Mit Breaks von 78 und 76 Punkten glich der Australier zum 2:2 aus. Zur Pause war also alles wieder offen.
Nach Wiederbeginn spielte Perry aber wie im Rausch. Alles gelang dem Engländer. Mit Breaks von 132, 102 und 120 Punkten zog er auf 5:2 davon. Robertson zeigte sich sichtlich beeindruckt.
Trotzdem bekam der Australier noch eine Chance. Nach 27 Punkten verschoss er aber unmittelbar nach einem kräftigen Split von Blau die nächste Rote. Perry nahm die perfekte Vorbereitung dankbar an und beendete seine Gala mit einer Clearance von 91 Punkten. Der Sohn eines Londoner Busfahrers steht zum vierten Mal im Finale eines Weltranglisten-Turnieres; 2015 hatte er die Players Championship gewonnen.
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Carter erstmals seit 2013 wieder in einem Finale

Carter reichte ein Top-Break von gerade einmal 38 Punkten, um Thepchaiya klar zu schlagen. Der Thailänder spielte im dritten Halbfinale seiner Karriere nicht in der Form der vergangenen Tage. Zu oft wurden seine riskanten Einsteiger nicht belohnt, zu viele machbare Bälle verschoss er - und auch seine Safeties waren nicht immer zwingend genug. So kam Carter zu einer Vielzahl an Chancen, die er zu vielen Minibreaks nutzte.
Der Engländer gewann die ersten beiden Frames, ehe Thepchaiya dank einer 54 auf 1:2 verkürzte. In der Folgezeit sollten dem Thailänder aber nur noch zwei Breaks von mehr als 20 Punkten gelingen. Das reichte nicht, um den konstanteren Carter in Bedrängnis zu bringen.
Thepchaiya verpasste damit den Einzug in die Top 32 der Weltrangliste, während Carter mindestens auf Platz 22 klettern wird.
Carter bestreitet in Yushan das siebte Finale seiner Karriere bei einem Weltranglisten-Turnier und das erste seit mehr als drei Jahren; im Februar 2013 hatte er in Berlin gegen Marco Fu das German Masters gewonnen.

Thepchaiya Un-Nooh: Die Clearance zum Halbfinaleinzug

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