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World Open: Mark Williams unter Druck - vier Frames in Folge zum Sieg

Williams unter Druck: Vier Frames in Folge zum Sieg

11/08/2018 um 18:27Aktualisiert 11/08/2018 um 18:47

Mark Williams stand beim Halbfinale des World Open unter Druck: Vier Frames musste er in Folge gewinnen, um Noppon Saengkham mit 6:5 zu schlagen. Im Endspiel trifft der Weltmeister nun auf David Gilbert, der Barry Hawkins in einem hochklassigen Match mit 6:4 stoppte. Williams bestreitet jetzt in Yushan sein 34. Finale bei einem Ranking-Turnier, Gilbert steht erst zum zweiten Mal im Endspiel.

Das Duell zwischen Williams und Saengkham nahm einen kuriosen Verlauf. Sah erst der Thailänder wie der sichere Sieger aus, so setzte Williams dann zu einer großen Aufholjagd an. Der Waliser hatte mit 2:1 erstmals die Führung übernommen, obwohl Saengkham durchaus alle drei ersten Frames hätte gewinnen können.

Im vierten Frame aber drehte Saengkham auf: Er glich nicht nur aus, sondern sorgte mit einer 142 auch für ein neues höchstes Break beim World Open. Als er dann nach der Pause den fünften Frame auf Schwarz gewann, obwohl er schon Snooker brauchte, schien das Match zu kippen.

Saengkham zieht davon

Bei Williams lief in dieser Phase nicht mehr viel zusammen. So zog Saengkham dank Breaks von 56 und 59 Punkten auf 5:2 davon. Erst am Rand der Niederlage fand der Weltmeister wieder zu einem Spiel. Mit einem Top-Break von 64 Punkten gewann er drei Frames in Folge; Saengkham machte in diesen Frames nur drei Punkte.

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Im Decider hatten dann beide Chancen, aber mit seiner Erfahrung und mit seiner mentalen Stärke krönte Williams das Comeback. Der Sieg bedeutet für den Waliser auch, dass er in der Rangliste an Ronnie O’Sullivan vorbeizieht und auf den zweiten Platz vorrückt.

Gilbert besiegt Hawkins

David Gilbert war mit einem Top-Break von 101 Punkten gegen Barry Hawkins mit 3:0 in Führung gegangen und rettete den Vorsprung am Ende ins Ziel. Hawkins verkürzte auf 2:3, aber danach holten sie sich die Frames immer abwechselnd.

Waren die ersten sieben Frames noch von hohen und schnellen Breaks gekennzeichnet, so wurden die nächsten Durchgänge umkämpfter. Im zehnten Frame war Gilbert mit 55:0 in Führung gegangen. Hawkins bekam zwar noch Chancen, schaffte das Comeback aber nicht mehr. So feierte Gilbert einen sicheren und auch verdienten Sieg.

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