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Snooker-Tour plant offenbar frühe Rückkehr: Turnier schon Anfang Juni

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Geht es nach den Plänen der WST, könnte es ab 1. Juni wieder Snooker-Sport geben

Fotocredit: Getty Images

VonRolf Kalb
19/05/2020 Am 10:35 | Update 19/05/2020 Am 10:36
@Rolf_Kalb

Snooker könnte eine der ersten Profi-Sportarten sein, die in Großbritannien wieder an den Start geht. Das berichtete der Dailystar. Dort wird aus einem Brief von Barry Hearn, dem Boss der World Snooker Tour (WST), an alle Spieler zitiert. Demnach soll vom 1. bis zum 11. Juni in Leicester ein Turnier mit 64 Startern gespielt werden, die Championship League. Der Sieger bekommt 20.000 Pfund.

Diese Pläne wurden nach Gesprächen von WST mit dem Sportminister und den zuständigen Behörden angekündigt. Die überparteiliche Snooker-Gruppe des britischen Parlaments hat den Plan ebenfalls unterstützt. Für das Turnier sind strenge Hygiene-Bedingungen geplant.

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Alle Beteiligten, nicht nur die Spieler, müssen negativ auf Corona getestet sein. Zutritt erhält man nur nach einem Gesundheits-Check. Die Spielstätte, die Morningside Arena in Leicester, darf man im Laufe des Tages nur mit Genehmigung durch die WST verlassen.

Desinfektionsspender am Platz und eigene Hilfsqueues

Gästen ist der Zutritt zur Arena nicht gestattet. Das gilt auch für Gäste oder Betreuer der Spieler. Die gesamte Arena wird zuvor gründlich gereinigt. Auch die Spieler müssen Masken tragen und dürfen diese nur beim Match und beim Training abnehmen.

Vor dem Match müssen sie sich die Hände waschen. Jeder Spieler hat an seinem Platz einen Desinfektionsspender. Außerdem gibt es für jeden Spieler einen Satz an Hilfsqueues, so dass diese nicht von beiden Spielern benutzt werden müssen. Die Spieler müssen außerdem untereinander und zum Schiedsrichter mindestens zwei Meter Abstand halten.

Mir scheint das Hygiene-Konzept gründlich zu sein und wirklich Snooker in einer beinahe kontaktlosen Form zu ermöglichen. Aber ich bin natürlich kein Experte für derartige Fragen. Ich gehe allerdings davon aus, dass dieses Konzept zusammen mit den zuständigen Stellen erarbeitet wurde. Kontakte werden vermieden, die Spieler teilen sich keine Ausrüstung.

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Bockhand mit Handschuhen?

Bleibt noch die theoretische Gefahr, weil man ja die Bockhand auf dem Tisch auflegt. Da könnten dann Handschuhe oder auch die Desinfektionsspender helfen. Barry Hearn betont in seinem Brief, dass die WST alles in ihrer Macht Stehende unternimmt, um eine sichere Durchführung zu gewährleisten. Natürlich stehen alle Pläne unter dem Vorbehalt der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie.

Ein großes Problem ist natürlich, dass der Event mit 64 Teilnehmern gespielt werden soll. Das bedeutet, dass die anderen 64 Spieler auf der Tour in die Röhre schauen müssen. Das weiß natürlich auch Barry Hearn. Aber er schreibt ebenfalls: "Um in der wettbewerbsintensiven Welt des Sports vorne zu bleiben, muss ich Phase eins des Wiederanfahrens so schnell wie möglich einleiten."

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Frühe Wiederaufnahme würde hohe Aufmerksamkeit bringen

Für die Spieler, die nicht in das Vereinigte Königreich kommen und mitspielen können, arbeite man auch an Plänen, um ihnen Spiel-Möglichkeiten zu bieten. Hearn schreibt auch: "Ich würde es gerne sehen, wenn die gesamte Tour diese Initiative unterstützt. Es ist jedoch die freie Entscheidung jedes Spielers und jeder Spielerin, ob er oder sie mitspielen will."

Es ist die freie Entscheidung jedes Spielers und jeder Spielerin, ob er oder sie mitspielen will.

Noch sind das Pläne, hinter denen ja durchaus auch noch einige Fragezeichen stehen. Diese Pläne in der kurzen Zeit Wirklichkeit werden zu lassen, ist mit Sicherheit eine Herkulesaufgabe. Wenn es aber klappt, dann ist das eine gute Nachricht für die Spieler, die Fans und Snooker selber. Einem Sport, der früh wieder an den Start gehen kann, ist große Aufmerksamkeit sicher. Natürlich steht aber die Sicherheit aller Beteiligten über wirtschaftlichen Erwägungen.

Paul Hunter Classic in Fürth abgesagt

Keine gute Nachricht ist allerdings die Absage des Paul Hunter Classic im August 2020. Zu ungewiss war, ob die Spieler im August überhaupt nach Fürth kommen können. Ob und wie Zuschauer zugelassen wären, ist auch noch offen.

Ein Turnier wie das Paul Hunter Classic finanziert sich aber zum größten Teil über die Ticket-Verkäufe. Ein Turnier ohne Zuschauer oder mit reduzierten Zuschauerzahlen ist also wirtschaftlich nicht tragbar.

Das Dragonstars-Team ist aber entschlossen, im Jahr 2021 wieder mit dem Paul Hunter Classic am Start zu sein.

Herzliche Grüße und bleibt gesund

Ihr / Euer Rolf Kalb

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