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Mittermüller erneuert Vorwürfe gegen Snowboard-Verband: "Das ist Altersrassismus"

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Silvia Mittermüller

Fotocredit: Imago

VonTobias Hlusiak
29/05/2020 Am 10:36 | Update 29/05/2020 Am 11:46
@THlus

Olympia-Teilnehmerin Silvia Mittermüller hat in "Extra Time - Der Eurosport-Podcast" erneut schwere Vorwürfe gegen Snowboard Germany erhoben. Der Verband hatte der 36-Jährigen nach den Olympischen Spielen 2018 in PyeongChang keinen Kaderplatz mehr angeboten. "Die einzigen Gründe, die ich sehen kann, sind Altersrassismus und willkürliche persönliche Gründe. Das ist nicht fair", so Mittermüller.

Als Folge ihrer Ausbootung war die Snowboarderin an einer Depression erkrankt.

"Erst wurde ich rausgeschmissen. Dann war Funkstille und mir ging langsam die Luft aus. Was mich dann in die Depression getrieben hat, war die fehlende Hoffnung", erklärte die Münchnerin im Gespräch mit Eurosport-Moderator Tobias Hlusiak.

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29/05/2020 AM 06:14

Sportdirektor Andreas Scheid hatte ähnliche Anschuldigungen der Sportlerin im vergangenen Februar entschieden zurückgewiesen. "Wenn wir gewusst hätten, dass sie in eine Depression hineinrutscht oder sich als Opfer fühlt, hätten wir das aufgearbeitet. Wir haben Sportpsychologen, Ärzte, wir hätten ihr alles zur Verfügung gestellt", sagte er dem "SID".

"Wenn man sich dem Verband als einzige Olympionikin der Disziplin und Sportlerin mit den besten Ergebnissen des Jahres umsonst anbietet, im Tausch für einen Funken Hoffnung und trotzdem ein 'Nein' als Antwort bekommt - das habe ich bis heute nicht verstanden. Der Startplatz war da und ich hätte nichts gekostet", so Mittermüller weiter.

"Die einzigen Gründe, die ich sehen kann, sind Altersrassismus und willkürliche persönliche Gründe. Das ist nicht fair. Besonders wenn man damit einen Dominoeffekt auslöst, der am Ende einen Menschen fast dazu bringt, sich umzubringen. Das kann ich nicht verstehen und ich habe auch noch nie eine Entschuldigung erhalten."

Die ganze Podcast-Folge "Extra Time" mit Silvia Mittermüller anhören:

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Hoffnung auf Aussprache bleibt bestehen

Für eine Aussprache sei sie aber weiterhin offen, sagte Mittermüller.

"Wir wollten und werden uns früher oder später noch einmal treffen. Da kam nun aber Corona dazwischen. Ich wäre aber jederzeit offen. Wenn man mir einen Termin für ein Treffen nennt, bin ich da."

Mittermüller war in diesem Jahr in Eigenregie in den Weltcup zurückgekehrt und vor der Coronapause im kanadischen Calgary an den Start gegangen.

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