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Chaz Davies trumpft beim zweiten WM-Lauf in Aragón auf

Zweiter Saisonsieg: Davies trumpft in Aragón groß auf

15/04/2018 um 14:15Aktualisiert 15/04/2018 um 14:16

Ducati-Werkspilot Chaz Davies setzte sich im zweiten Rennen der Superbike-WM in Aragón durch und holte sich seinen zweiten Sieg in der laufenden Saison. Der Brite kämpfte sich aus der dritten Startreihe durchs Feld und kam vor Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) ins Ziel. Marco Melandri (Ducati) komplettierte das Podium. Lediglich 20 Fahrer nahmen am Rennen teil.

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Honda-Pilot Leon Camier musste nach dem schweren Sturz am Samstag auf die Teilnahme verzichten.

Melandri startete auch den zweiten Lauf von der Pole-Position. Der Italiener kam am Samstag als Vierter ins Ziel und profitierte von der geänderten Startreihenfolge für Lauf zwei. Neben Melandri standen Michael van der Mark (Yamaha) und Tom Sykes (Kawasaki) in Reihe eins. Samstag-Sieger Rea musste von Position neun in das zweite Aragon-Rennen starten.

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Van der Mark übernahm in Runde eins die Führung von Melandri, der als Führender in Kurve 1 einbog. Sykes verlor viele Positionen, aber auch Davies fiel weit zurück. Mit aggressiven Manövern holte sich Davies aber schnell die verlorenen Positionen wieder zurück. Die Reihenfolge nach Runde eins: van der Mark vor Melandri, Xavi Fores (Barni-Ducati), Alex Lowes (Yamaha), Rea, Toprak Razgatlioglu (Puccetti-Kawasaki), Davies, Michael Ruben Rinaldi (Ducati), Sykes und Jake Gagne (Honda).

Packende Positionskämpfe

Melandri drängte van der Mark in Runde zwei mit einem aggressiven Manöver von der Strecke und übernahm die Führung. Van der Mark verlor drei Positionen und reihte sich auf Platz vier ein. Rea und Davies holten mit schnellen Runden zu den Führenden auf. An der Spitze führte Melandri vor Ducati-Markenkollege und Lokalheld Fores das Feld an. Fores ging angriffslustig zu Werke und setzte seinen Kollegen aus dem Werksteam unter Druck.

Hinter den beiden führenden Ducatis lieferten sich Rea und van der Mark ein spannendes Duell. Rea setzte sich durch und schloss auf Melandri und Fores auf. Van der Mark musste die Angriffe von Davies abwehren, der die Top 3 nicht entkommen lassen wollte.

In Runde vier übernahm Fores die Führung und ließ die spanischen Fans hoffen. In der gleichen Runde lieferten sich Davies und van der Mark ein spannendes Duell, in dem sich Davies vorerst durchsetzte. Doch durch die Rangeleien verloren die beiden Verfolger den Anschluss an die Top 3. Van der Mark gab nicht auf und konterte in Runde fünf. Parallel gab es in der Führungsgruppe eine Änderung: Rea zog an Melandri vorbei und startete die Verfolgung von Fores.

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Davies startete einen weiteren Versuch, um an van der Marks Yamaha vorbeizuziehen und setzte sich schlussendlich durch. Teamkollege Melandri kämpfte erneut mit wilden Wacklern und musste auf der Start/Ziel-Gerade das Gas zudrehen, um die unruhige Ducati zu beruhigen. Dadurch wurde die Lücke zu Davies auf Platz vier kleiner. Aus der Dreiergruppe wurde binnen weniger Runden eine Vierergruppe. Van der Mark musste abreißen lassen, als seine Reifen nachließen.

Melandri geriet immer stärker unter Druck von Davies. Rea observierte Fores, der sich durch einen Sturz in Kurve 16 um ein weiteres Spitzenergebnis brachte. Rea übernahm daraufhin Position eins und führte das Rennen vor den beiden Werks-Ducatis an. Davies tat sich schwer, an Teamkollege Melandri vorbeizuziehen. In Runde elf fand der Brite einen Weg vorbei an der Ducati mit der Startnummer 33.

Entscheidender Verbremser von Rea

Davies schien der schnellste Fahrer der Spitzengruppe zu sein. Die Top 3 lagen innerhalb weniger Sekundenbruchteile. Rookie Michael Ruben Rinaldi führte in seinem erst zweiten WSBK-Rennen die Verfolgergruppe an und behauptete sich vor dem Yamaha-Duo van der Mark und Lowes. Drei Sekunden dahinter drehte Sykes einsam seine Runden.

Fünf Runden vor Rennende setzte sich Davies in Kurve 1 an die Spitze, doch Rea konterte. Davies fand eine passende Antwort auf den Gegenangriff und setzte sich gegen den Weltmeister durch. Melandri beobachtete das Duell der beiden Briten von Position drei aus. Das Tempo von Davies und Rea konnte Melandri nicht mitgehen. Der Pole-Setter musste etwas abreißen lassen und lag nicht mehr in Schlagdistanz.

Mit der schnellsten Rennrunde im 16. Umlauf kämpfte sich Melandri erneut an die Führenden heran und ließ auf ein spannendes Finish hoffen. In der letzten Runde lief alles auf ein Duell zwischen Rea und Davies hinaus. Rea verbremste sich in Kurve 13 und konnte daraufhin keine Attacke starten. Davies sicherte sich seinen zweiten Saisonsieg und holte seinen siebten Laufsieg in Aragon. Rea und Melandri komplettierten das Podium.

Lowes setzte sich im Yamaha-Duell gegen Teamkollege van der Mark durch. Sykes beendete das Rennen auf Platz sechs. Rinaldi verlor in der Schlussphase an Boden und rutschte auf die siebte Position zurück. Jordi Torres (MV Agusta), Razgatlioglu und Lorenzo Savadori (Milwaukee-Aprilia) komplettierten die Top 10.

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