Ducati muss weiterhin auf den ersten Sieg mit der Panigale R warten. Für Rea war es schon der vierte Triumph im fünften Saisonrennen.
"Ich erwarte von Chaz alles, denn er fährt sehr hart", sagt ein müder Rea zu dem engen Duell. "Ich muss mich bei Kawasaki und meinen Mechanikern bedanken, denn sie haben mir ein super Paket gegeben. Mein Dank geht außerdem an die Ärzte der Clinica Mobile, denn ich habe etwas Fieber. Am Ende hatte Chaz eine bessere Pace als ich, aber ich bin froh, dass ich es geschafft habe." Damit baute der Brite seine WM-Führung auf Leon Haslam, der Vierter wurde, auf 22 Punkte aus.
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Nach zwei enttäuschenden Rennen in Thailand meldete sich Davies mit Platz zwei auf dem Podium zurück. Der Brite griff in der letzten Runde in der Schikane von Kurve 14/15 an, nebeneinander beschleunigten Davies und Rea die lange Gegengerade entlang. Davies stach in der Zielkurve innen hinein, verpasste aber den Scheitelpunkt. Rea zog nach innen und nahm genug Schwung auf die Zielgerade mit.
Ducati verpasste hauchdünn den ersten Sieg seit 2012. "Gegen Rennmitte machte ich einen Fehler bei der Einstellung der Traktionskontrolle, ich hatte die Power etwas zu stark reduziert", berichtet Davies im Parc Ferme. "Ich wusste, dass die Reifen abbauen würden und wollte sie gegen Rennmitte schonen. Am Ende hat es leider nicht ganz gereicht." Erneut standen in diesem Jahr drei Briten auf dem Podest.
Zum zweiten Mal kletterte Tom Sykes in der noch jungen Saison als Dritter auf das Podium. Trotzdem war der amtierende Vizeweltmeister ein Verlierer des ersten Laufs, schließlich hatte er im Vorjahr beide Rennen in Aragon gewonnen. Zunächst gewann Sykes den Start, doch er kam bald unter Druck seines Teamkollegen. Im Gegensatz zu Rea hatte sich Sykes für den härteren Vorderreifen entschieden.
Sykes wird "nur" Dritter
Im heiß erwarteten Kawasaki-Stallduell hatte Sykes sechs Runden vor dem Ende keine Chance und musste in der Schlussphase auch Davies ziehen lassen. "Die Reifen waren ein großes Problem, wir hätten mehr herausholen können", seufzt Sykes. "Ich habe für das zweite Rennen schon eine Idee. Ich bin trotzdem zufrieden, denn ich komme weiter nach vor. Für den zweiten Lauf können wir noch etwas mit der Abstimmung ausprobieren."
15 Sekunden hinter dem Spitzenduell kämpfte das Aprilia-Duo Haslam und Jordi Torres um den vierten Platz, wobei sich der Brite hauchdünn durchsetzte. Knapp dahinter kam Giugliano-Ersatz Xavi Fores mit der zweiten Ducati auf dem sechsten Platz ins Ziel. Nico Terol (Althea-Ducati), Leoandro Mercado (Ducati) und Weltmeister Sylvain Guintoli (Honda) folgten auf den Positionen sieben bis zehn.
Honda war auch in Aragon chancenlos. Guintolis Teamkollege Michael van der Mark schied vorzeitig aus. Ein schwieriges Rennen erlebte Crescent-Suzuki. Alex Lowes kam beim Start nicht richtig weg und musste nach einer Runde an der Box aufgeben. Auch Randy de Puniet musste wegen Elektronik-Problemen die Box ansteuern. Pech hatte auch Rückkehrer Ayrton Badovini. Der Italiener stürzte in der vorletzten Runde von seiner BMW.
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