Alexander Zverev überlegte kurz, dann formulierte er ein sehr klares persönliches Ziel. "Letztes Jahr hab ich beim ATP Cup kein Match gewonnen, nur einen Satz geholt. Das war nicht genug von meiner Seite, das muss dieses Mal besser werden", sagte Deutschlands Topspieler vor dem Saisonauftakt in der kommenden Woche in Melbourne. Zverev findet nämlich, "dass ich ganz okay spielen kann, wenn ich in guter Form bin".
Und das sei er gerade, betonte der 23-Jährige, der zusammen mit Jan-Lennard Struff und den zweimaligen French-Open-Gewinnern Kevin Krawietz/Andreas Mies im Doppel beim ATP Cup antritt.
Die Gruppengegner Serbien mit dem Weltranglistenersten Novak Djokovic und Kanada mit Denis Shapovalov versprechen nicht unbedingt einen Spaziergang, aber: "Ich habe in der Pause sehr viel und sehr hart gearbeitet", sagte Zverev: "Ich glaube, dass ich alles getan habe, um so gut vorbereitet wie nur möglich in die Saison zu starten."
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Die beginnt in Melbourne mit dem ATP Cup (2. bis 6. Februar) und geht mit den Australian Open (8. bis 21. Februar) weiter. Dass beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres bis zu 30.000 Besucher täglich im Melbourne Park zugelassen werden, findet Zverev "ziemlich gut".

Zverev kritisiert Unterschiede zwischen Adelaide und Melbourne

Überhaupt ist er der Meinung, dass die Veranstalter in Melbourne auf dem Weg in den australischen Tennissommer "einen super Job" gemacht haben - bis auf eine Ausnahme: "Die Spieler in Adelaide hatten mehr Trainingszeiten und mehr Freiheiten als die in Melbourne. Ich denke, das war der einzige Fehler, den die Organisatoren gemacht haben."
Novak Djokovic, French-Open-Rekordsieger Rafael Nadal (Spanien) und US-Open-Champion Dominic Thiem (Österreich) hatten sich in Adelaide auf das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres vorbereitet. Im Gegensatz zu den Spielern in Melbourne, die nach ihrer Ankunft eine 14-tägige Quarantäne antreten mussten, erlaubte Adelaide den Topstars nahezu unbegrenzten Zugang zu den Trainingsplätzen und gewährte mehr Freiheit in der Freizeitgestaltung.

Mischa Zverev vor ATP Cup: "Ein bisschen wie Lotto spielen, alles ist möglich"

Nach dem Ablauf der Quarantäne kann es also jetzt losgehen auf den australischen Hartplätzen, auf denen die deutsche Mannschaft bereits einigen Schweiß vergossen hat. "Wir haben gut trainiert", sagte Zverevs älterer Bruder Mischa, beim ATP Cup erstmals als Teamchef auf der deutschen Bank in der Verantwortung. Der 33-Jährige erwartet eine "toughe Woche, es ist schwer vorherzusagen, wie die Einzelnen auftreten werden. Es ist ein bisschen wie Lotto spielen, alles ist möglich."
In einem kurzen Videoclip bei Eurosport gewährten die Zverev-Brüder einen Einblick in ihren letzten Abend in der Quarantäne. Es gab Essen aus Aluschalen, Spare Ribs, Pommes mit Mayo - und eine Mango. "Die hat mir Sascha schon an den Kopf geworfen", behauptete Mischa. Bis zum ersten Spiel beim ATP Cup am Mittwoch (00:00 Uhr) gegen Kanada wird die Beule sicher verschwunden sein.

Tasche packen, letzte Mahlzeit und die Mango: Quarantäne-Ende für die Zverevs

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(SID)

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