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GPS-Support für die Jungstars: Tennis-Revolution bei Next Gen Finals

GPS-Support für die Jungstars: Tennis-Revolution bei Next Gen Finals

09/11/2019 um 05:31Aktualisiert 09/11/2019 um 10:31

Bei den Next Generation ATP Finals der Tennis-Jungstars in Mailand (5. bis 9. November) wird eine besondere Premiere gefeiert. Erstmals bei einem ATP-Turnier kommt eine GPS-Technologie zum Einsatz, die von Spielern im Match am Körper getragen wird. Dadurch sollen Athleten und Trainer Zugang zu verschiedensten Parametern haben, wie beispielsweise Laufgeschwindigkeit oder Laufrichtung.

Mithilfe weiterer Sensoren wird zudem die Herzfrequenz des Sportlers aufgezeichnet. Dadurch kann die allgemeine körperliche Belastung gemessen werden. Auch die Kraft, die Beschleunigung, die Rotation sowie die Koordination des Athleten wird im Laufe des Matches dokumentiert.

Zugang zu diesen Daten erhalten allerdings nur der Spieler sowie alle Personen, die von ihm die Erlaubnis dazu bekommen.

ATP-Boss Chris Kermode zeigte sich begeistert von der technischen Neuerung:

"Von Anfang an waren die Next Gen ATP Finals an vorderster Front, wenn es um die Innovation unseres Sports ging. Die Nutzung dieser Technologie während der Spiele wird unschätzbare Einblicke für Spieler, Trainer und das medizinische Personal der ATP liefern. Es ist ein einzigartiges Turnier, das sich neuen Technologien immer angenommen hat und das ist nur der nächste Schritt. Dieses Event leistet weiter Pionierarbeit für den Sport."

Weitere Neuheiten bei Next Gen Finals

Schon in den vergangenen Jahren wurden bei den Next Gen Finals zahlreiche Neuerungen ins Spiel gebracht. Diese sollten vor allem die Spannung erhöhen sowie das Erlebnis für die Fans verbessern.

Bei der diesjährigen Ausgabe wird unter anderem auch in einem Best-of-Five-Format gespielt, das eine Besonderheit zu sonstigen Matches aufweist. Die Sätze sind auf vier Spielgewinne verkürzt. Beim Stand von 3:3 geht es sofort in den Tiebreak. Bei Einstand wird außerdem ein Entscheidungspunkt ausgespielt.

Auch Coaching während des Spiels ist bei den Finals wie schon im Vorjahr möglich. Über Headsets können Spieler und Trainer miteinander kommunizieren. Im Gegensatz zu Turnieren der WTA Tour dürfen die Trainer aber nicht auf den Platz.

Stefanos Tsitsipas spricht im Vorjahr während des Spiels mit seinem Coach

Stefanos Tsitsipas spricht im Vorjahr während des Spiels mit seinem CoachGetty Images

Tsitsipas im Vorjahr erfolgreich

Bereits zum dritten Mal finden die Next Gen Finals statt. Qualifiziert sind wie in den Jahren zuvor die besten sieben Spieler unter 21 Jahren.

Der achte Platz ist zudem für einen Sportler freigehalten, der eine Wildcard erhält - in diesem Jahr der Italiener Jannik Sinner. Im vergangenen Jahr siegte Stefanos Tsitsipas. Der Südkoreaner Chung Hyeon gewann im Jahr 2017 die Erstausgabe des Youngster-Turniers.

In diesem Jahr sind Alex De Minaur (AUS), Casper Ruud (NOR), Miomir Kecmanovic (SRB), Alejandro Davidovich Fokina (ESP), Frances Tiafoe (USA), Ugo Humbert (FRA), Mikael Ymer (SWE) und Jannik Sinner (ITA) am Start.

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