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Nächster Schritt Richtung Wimbledon: Struff und Zverev wollen in Halle auftrumpfen

Nächster Schritt Richtung Wimbledon: Struff und Zverev wollen in Halle auftrumpfen
Von Eurosport

16/06/2019 um 18:44Aktualisiert 16/06/2019 um 18:46

Der Auftakt in die Rasensaison verlief für die deutschen Tennis-Asse turbulent. Während Jan-Lennard Struff in Stuttgart überzeugte, sucht Alexander Zverev noch seine Form. Für Struff war die Halbfinalteilnahme nach starken Ergebnissen auf Sand die Fortsetzung eines guten Frühsommers. Für den Weltranglisten-Fünften Zverev geht die Berg- und Talfahrt weiter.

Jungpapa Jan-Lennard Struff hat derzeit einen ganz besonderen Antrieb. "Das ist viel größer als Tennis", sagte der 29-Jährige in Stuttgart über die Geburt seines mittlerweile knapp drei Monate alten Sohnes Henri. Diese habe ihn zu bisher unerreichten Höhen gepusht - auch auf Rasen.

Bei den French Open in Paris erreichte Struff erstmals ein Grand-Slam-Achtelfinale, nun gelang auch die Umstellung von Sand auf das edle Grün problemlos. Zwar verpasste der Davis-Cup-Spieler aus Warstein in der Schwabenmetropole auch im siebten Anlauf ein ATP-Finale, doch Trost fand er relativ schnell:

"Wenn man ein Match verliert und der Kleine ist da, dann ist man nicht mehr so lange böse. Ein sehr gutes Gefühl."

Für Struff geht es nun ins westfälische Halle, wo er in sechs Versuchen nie über die erste Runde hinauskam. Es steht viel auf dem Spiel bei den Noventi Open, mit einem ähnlichen Lauf wie in Stuttgart könnte Struff eine Setzung in Wimbledon winken.

Zverev bleibt gelassen

Die steht bei Alexander Zverev außer Frage, der Weltranglistenfünfte aus Hamburg hat dennoch reichlich Arbeit vor sich. Von Coach Ivan Lendl erhielt der 22-Jährige in den letzten Tagen "neuen und wichtigen Input", vor allem an seinem Aufschlag wollte er feilen. "Das Doppelfehler-Thema muss ich jetzt irgendwie hinbekommen", hatte Zverev nach seiner Auftaktniederlage gegen den deutschen Qualifikanten Dustin Brown gesagt.

Video - Struff und Zverev stechen hervor: Die deutsche Bilanz aus Paris

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Zverev sah aber noch keinen Grund zur Panik: "Die Rasensaison hat gerade erst angefangen." In Stuttgart wurde Deutschlands Nummer eins auch von Ex(?)-Freundin Olga unterstützt, die nach der Trennung im April wieder in seiner Box saß. Fragen zu diesem Thema wollte Zverev am Weissenhof aber nicht beantworten.

In Halle geht es für Zverev - der 2016 und 2017 im Finale stand - vor allem um Spielpraxis, um rechtzeitig vor Wimbledon in Form zu kommen. An der Londoner Church Road stand Zverev bisher einmal im Achtelfinale (2017), der erhoffte Grand-Slam-Durchbruch lässt nach wie vor auf sich warten.

Federer Topfavorit

Und Lendl? "Jetzt gerade ist er auf dem Golfplatz unterwegs. Das ist für ihn sowieso wichtiger als mein Tennis", scherzte Zverev vor seinem Auftaktspiel in Halle am Montag gegen den Niederländer Robin Haase.

Großer Favorit auf den Titel ist Rekordchampion Roger Federer. Der Schweizer peilt in Ostwestfalen seinen insgesamt zehnten Triumph an, so oft hat er noch kein Turnier gewonnen. "Der Körper, der Kopf, alles ist bereit", sagte der Weltranglistendritte vor seinem ersten Spiel in Halle, wo er zuletzt 2001 nicht zumindest bis ins Halbfinale gekommen war.

Und auch Federer vertraut auf den Erfolgsgaranten Familie: Der 37-Jährige ist Vater von vier Kindern, den Zwillingspärchen Myla und Charlene sowie Lennart und Leo.

(SID)

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