Nick Kyrgios polarisiert. Lustlose Auftritte wie jüngst beim ATP Masters in Schanghai, als er sein Zweitrunden-Match gegen Mischa Zverev abschenkte, haben dem Weltranglisten-14. viel Kritik eingebracht.

ATP entscheidet: Sperre für Kyrgios

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Auf der anderen Seite gehört der Tennisprofi aus Canberra aufgrund seiner Klasse zu den potentiellen Grand-Slam-Champions von morgen.

Welches war bislang Ihr bestes Match als Profi?

Nick Kyrgios: Mein Erfolg 2014 im Achtelfinale gegen Rafael Nadal (7:6, 5:7, 7:6, 6:3, A.d.R.) und im vergangenen Jahr der Sieg gegen Roger Federer beim Sandplatz-Masters in Madrid (6:7, 7:6, 7:6, A.d.R.). Es ist etwas ganz besonderes, wenn du zwei der größten Spieler aller Zeiten schlagen kannst.

Wer war Ihr großes Tennis-Idol in jungen Jahren?

Kyrgios: Roger Federer. Ihm habe ich am liebsten zugeschaut. Seine Matches sind aufregend, Roger spielt aggressiv und ist sowohl auf als auch abseits des Platzes eine große Persönlichkeit.

Was würden Sie als beste Erinnerung an Ihre Junioren-Zeit bezeichnen?

Kyrgios: Für mich ist das gar nicht das eine Turnier oder der eine Erfolg. Was die Zeit so besonders gemacht hat, war das Reisen um die ganze Welt mit so vielen Freunden aus den unterschiedlichsten Ländern. Wir jungen Spieler waren einfach zusammen, sind zusammen Essen gegangen und haben viel Zeit miteinander verbracht. Das war großartig.

Erklären Sie doch Ihren persönlichen Spielstil.

Kyrgios: Ich sehe mich als aggressiven Spieler, der auf seinen Instinkt vertraut. Ich lege mir keine großen Taktiken zurecht, sondern versuche, in wichtigen Momenten den bestmöglichen Ball zu spielen. Mein Tennis ist Hochrisiko-Tennis.

Welches Turnier wollen Sie in Ihrer Karriere unbedingt noch gewinnen?

Kyrgios: Wimbledon. Auch Leute, die nicht viel mit Tennis zu tun haben, kennen das Turnier. Ganz egal, ob du den Rasenbelag magst oder nicht, den Traum vom Wimbledon-Titel hat jeder Spieler. Es ist der prestigeträchtigste Wettbewerb unseres Sports.

Wen halten Sie aktuell für den besten Spieler auf der Tour?

Kyrgios: Wenn man sich Ergebnisse und Statistiken anschaut, muss man natürlich Novak Djokovic sagen. Er ist die Nummer eins der Welt und er verliert nur sehr selten Matches. Abgesehen von Novak würde ich Andy Murray nehmen. Der beste Spieler aller Zeiten ist aus meiner Sicht aber Roger Federer.

ATP NEXT GENERATION

Fotocredit: Eurosport

Was bedeutet es Ihnen, Teil der "ATP NextGen" zu sein?

Kyrgios: Das fühlt sich sehr gut an, zumal es derzeit wirklich viele junge Spieler gibt, die alle sehr unterschiedlich sind und großes Potential haben. Einige von uns schlagen inzwischen auch die Topspieler. Teil der "Next Generation" zu sein, hilft mir, weil wir uns gegenseitig pushen.

Welche Person hat Ihre Tennis-Karriere am meisten geprägt?

Kyrgios: Meine Mutter. Sie erledigt die ganzen finanziellen Angelegenheiten, unterstützt mich und fährt mit auf die Turniere. Sie ist immer für mich da. Und dann hatte ich eine ganze Reihe Tennis-Coaches, die mir geholfen haben.

Was macht für Sie den Beruf des Tennisprofis so besonders?

Kyrgios: Das Reisen um die Welt ist einfach grandios. Ich bin erst 21 Jahre alt und war fast schon überall auf der Welt. Dazu kommt, dass ich dabei auch noch gut verdiene und das tue, was ich liebe - nämlich Tennis spielen.

Hatten Sie eigentlich einen Plan B, wenn es mit Tennis nicht funktioniert hätte?

Kyrgios: Ich versuche erst gar nicht an so etwas zu denken. Ich hoffe, dass ich noch einige Jahre auf der ATP Tour vor mir habe und fokussiere mich darauf, professionell zu arbeiten und zu tun, was zu tun ist.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Kyrgios.

Das ist die "ATP NEXT GENERATION"

Eurosport.de stellt in Zusammenarbeit mit der ATP die neue Tennis-Generation vor. Junge, aufstrebende Profis wie Alex Zverev, Nick Kyrgios, Borna Coric, Kyle Edmund oder Taylor Fritz verraten in exklusiven Interviews, was sie antreibt, welche Momente sie nie vergessen werden und welches Turnier sie unbedingt noch gewinnen wollen.

Auf einen Blick: Kalender/Ergebnisse ATP Tour 2016

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