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Australian Open 2019 | John McEnroe und Mats Wilander über die Favoritinnen

Kerber wirklich Favoritin? Das sagen Wilander und McEnroe

13/01/2019 um 09:22

Caroline Wozniacki ist Titelverteidigerin, Simona Halep die Nummer eins und Angelique Kerber die große deutsche Hoffnungsträgerin - aber wer hat die besten Karten im Titelkampf bei den Australian Open? Die Tennis-Legenden John McEnroe und Mats Wilander trauen generell einer ganzen Reihe an Spielerinnen den Turniersieg zu, haben allerdings zwei Topfavoritinnen: Angelique Kerber und Serena Williams.

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"Das Feld bei den Frauen ist noch schwerer einzuschätzen als bei den Männern", erklärt John McEnroe gegenüber Eurosport. "Ich weiß nicht warum, aber immer wenn ein Turnier so unvorhersagbar ist, fällt es mir schwer, nicht auf Serena Williams zu tippen."

Die US-Amerikanerin habe zwar seit den US Open 2018 nicht mehr auf der Tour gespielt und zuletzt "nur" beim Hopman Cup aufgeschlagen, "aber sie ist im Training und scheint gut in Form". Generell sieht McEnroe aber ein sehr offenes Feld:

"Für mich gibt es 15 Spielerinnen, die die Australian Open gewinnen können."

Williams habe allerdings einen besonderen Vorteil. "Serena wird eine Menge Unterstützung von den Fans in Australien bekommen, denn die Leute wollen sie spielen sehen, da keiner weiß, wie lange sie noch dabei ist."

Wilander tippt auf Kerber

Wilander, der die Australian Open 1983, 1984 und 1988 gewann, hält dagegen Kerber für die aussichtsreichste Kandidatin in Melbourne:

"Kerber hat gut gespielt beim Hopman Cup, sie ist bereit. Und: Ihre Spielweise kommt nicht aus der Mode. Sie kann gegen die Big Hitter bestehen, weil sie sich sehr gut bewegt: Kerber ist mit ihrer Spielstärke in der Lage, auch Serena in Schach zu halten. Wenn es eine Favoritin in Melbourne gibt, dann ist es Kerber."

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Dass Williams den Hopman Cup in Perth gespielt hat, sieht Wilander als klaren Fingerzeig dafür, dass die 23-malige Grand-Slam-Turniersiegerin in Melbourne voll angreifen will. Das bestätigt auch Coach Patrick Mouratoglou, der seiner Spielerin trotz ihrer 37 Jahre alles zutraut. "Champions finden immer Wege, erfolgreich zu sein. Seit ich Serena kenne, versucht sich konsequent, sich zu verbessern", erläutert der Franzose.

"Gibt keine Spielerin, die das Geschehen dominiert"

Simona Halep

Simona HalepGetty Images

US-Open-Champion Naomi Osaka habe zwar überzeugt, zu Beginn des Jahres aber eine überraschende Niederlage im Halbfinale von Brisbane gegen Lesia Tsurenko kassiert.

"Scharapowa ist und bleibt gefährlich"

Titelverteidigerin Caroline Wozniacki, die im Endspiel 2018 Halep schlug, fliege trotz ihres Erfolges "ein wenig unter dem Radar", so Wilander. "Aber sie hat sehr viel aus ihrem ersten und bislang einzigen Grand-Slam-Triumph gelernt. Ihr Spiel hat sich zwar nicht monumental verändert, aber sie wird mit großem Selbstvertrauen und Freude an den Start gehen."

Bei Maria Scharapowa bleibt Wilander vorsichtig. "Ich glaube, dass sie noch einen Grand-Slam-Titel holen kann - aber glaubt sie das auch?" Die Spielweise der Russin habe sich nicht in dem Maße weiterentwickelt, wie die Konkurrenz aufgeholt habe. "Aber Scharapowa ist und bleibt gefährlich."

Geht es nach McEnroe, dann gilt dies allerdings für mindestens 15 Spielerinnen...

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