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Australian Open: Naomi Osaka und Petra Kvitova können Nummer eins der Welt werden

Kampf um die Krone: Warum Osaka vs. Kvitova ein besonderes Finale ist
Von SID

25/01/2019 um 08:14Aktualisiert 25/01/2019 um 14:56

Wenn sich Naomi Osaka und Petra Kvitova am Samstag (9.30 Uhr MEZ bei Eurosport 1 und im Eurosport Player) im Endspiel der Australian Open begegnen, steht mehr auf dem Spiel als der erste Grand-Slam-Titel der Saison. Die Siegerin übernimmt die Führung in der Weltrangliste - beide hätten den Platz auf dem Tennisthron mehr als verdient.

Den letzten Beweis lieferten sie im Halbfinale. Kvitova blieb beim 7:6 (7:2), 6:0 gegen die US-Amerikanerin Danielle Collins auch im sechsten Match in Melbourne ohne Satzverlust.

Osaka verhinderte beim 6:2, 4:6, 6:4 gegen Karolina Pliskova nerven- und aufschlagstark ein tschechisches Finale. Ihr 15. Ass entschied die Partie nach fast zwei Stunden Spielzeit, die bei Temperaturen von 40 Grad unter dem geschlossenen Dach stattfand.

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Vier Monate nach ihrem Sieg bei den US Open in New York greift die 21-Jährige nach ihrem zweiten großen Titel. Auf der unberechenbaren WTA-Turnier, auf der Überraschungen an der Tagesordnung sind, ist Osakas Siegesserie bemerkenswert. "Ihr wisst, ich liebe die Grand Slams", sagte sie, "hier zahlt sich das ganze Training aus. Für mich sind es die wichtigsten Turniere."

Beeindruckendes Comeback von Kvitova

Das gleiche gilt für Kvitova. Nach ihrem zweiten Sieg in Wimbledon 2014 dauerte es fast fünf Jahre bis zum nächsten großen Finale. "Bei all den Niederlagen hat es sich sehr lange angefühlt", sagte die 28-Jährige. Es sei vor allem mental nicht einfach gewesen, bei den Grand Slams immer wieder früh zu verlieren. Noch schwieriger waren allerdings die Monate, in denen niemand wusste, ob sie überhaupt wieder Tennis spielen kann.

Ein Einbrecher hatte Kvitova Ende 2016 in der eigenen Wohnung in Prostejov mit einem Messer schwer an der Hand verletzt, betroffen waren die Nerven und Sehnen an allen fünf Fingern. In einer vierstündigen Notoperation flickten die Ärzte ihre Hand wieder zusammen. Erst sechs Monate später kam sie auf die Tour zurück, mit Narben, die ihrem Arzt zunächst große Sorgen bereitet hatten.

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"Nach den ersten zwei Monaten war er nicht glücklich mit meiner Hand", erzählte Kvitova. Die Ungewissheit hat Spuren hinterlassen, manchmal kommen ihr noch heute die Tränen, wenn sie an die Zeit zurückdenkt:

"Es haben nicht viele daran geglaubt, dass ich jemals wieder auf diesem Level spielen kann. "

Mittlerweile hat sie alle Zweifler überzeugt, seit Saisonbeginn ist die 28 Jahre alte Linkshänderin die dominierende Spielerin auf der Tour.

Beim Vorbereitungsturnier in Sydney gewann sie den 25. Titel ihrer Profikarriere und stellte einmal mehr unter Beweis, dass sie wie geschaffen ist für die entscheidenden Matches. "Ich liebe Finals", sagte Kvitova nach ihrem Sieg über Kerber-Bezwingerin Collins. Die letzten acht in Folge hat sie gewonnen.

Der Sieg im neunten und der damit verbundene Sprung an die Spitze der Tenniswelt wären die Krönung einer außergewöhnlichen Rückkehr.

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