Den Dauerverdacht hege er aufgrund der "Regeneration und gesamten Athletik" bei Nadal, so Sörgel. "Hinzu kommt, dass er auch noch aus Spanien kommt, einem Land, das nicht gerade dafür bekannt ist, seine Helden besonders genau zu verfolgen."

Und auch, was die vermeintlich angewandten Mittel betrifft, nahm Sörgel kein Blatt vor den Mund. "Anabole Substanzen wären die Kandidaten." Tennis sei "in den Top vier, wenn es um Doping geht". Nur im Wintersport mit den Disziplinen Langlauf und Biathlon, in der Leichtathletik sowie im Radsport hat Sörgel noch größere Dopingprobleme ausgemacht.

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Sörgel zieht Vergleich zu Froome

Generell hätten die Verbände wenig Interesse daran, Dopingsünder zu überführen. Das gelte vor allem für die Stars und Leistungsträger, wie der Fall von Rad-Star Christopher Froome zeige.

Die Verbände versuchen den Sport reinzuwaschen. Da verschwindet einiges und die Sperren, falls überhaupt, fallen sehr milde aus.

Froome habe "große Zweifel geweckt, dass es sich im Bereich der Top-Athleten wirklich gebessert hat."

"Dass in letzter Zeit keiner der Großen positiv getestet wurde, liegt an zwei Dingen. Zum einen werden diese bestens betreut und beraten, sodass keine Auffälligkeiten auftreten können. Zum anderen schützen die Verbände ihre Stars. Wenn es nie rauskommt, nie publik wird, kann man es auch nicht kommentieren, nur den Verdacht hegen. Das ist das Bedauerliche. Es fällt trotzdem auf, gerade jemandem wie mir, der die Szene seit Jahren verfolgt."

Der viermalige Tour-de-France-Sieger wurde im Juli 2018 von der Welt-Anti-Dopingagentur Wada und den Internationalen Radsportverband UCI überraschend freigesprochen, obwohl ein erhöhter Salbutamolwert festgestellt worden war. "Im Fall Froome wurde sich verrechnet", so Sörgel.

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