Naomi Osaka ist auf dem besten Weg zu ihrem vierten Grand-Slam-Titel. Durch den Zwei-Satz-Sieg gegen Serena Williams nahm die Japanerin die vorletzte Hürde und verwehrte ihrem großen Idol damit gleichzeitig die Chance auf den 24. Major-Erfolg ihrer Karriere.
Williams muss weiterhin auf den ersten Grand-Slam-Erfolg nach dem Australian-Open-Sieg 2017 und damit die Einstellung des Rekords von Margaret Court warten. Wie viele Chancen sich der 39-Jährigen noch bieten, ließ sie selbst offen.
Die Pressekonferenz nach dem Match brach die US-Amerikanerin unter Tränen ab, nachdem eine Reporterin sie zu einem möglichen Abschied befragte.
Australian Open
Williams-Fluch hält an: Osaka steht im Finale
18/02/2021 AM 04:33
Die Halbfinal-Niederlage gegen die 16 Jahre jüngere Osaka war ein weiteres Indiz, dass die neue Generation im Damentennis den Staffelstab übernommen hat. Osaka war gegen Williams die spielbestimmende Spielerin. Nur wenn die 23-Jährige Fehler machte, hatte Williams ihre Chance.

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Osaka nervös gegen ihr großes Idol

Dabei ist Osakas Respekt vor ihrem Idol nach wie vor groß. "Ich war ein kleines Kind, als ich ihr beim Spielen zugeschaut habe. Allein hier auf dem Platz mit ihr zu stehen, ist ein Traum", erklärte Osaka im Interview nach dem Match.
Das schlug sich auch auf ihr Spiel nieder, wie sie zugab: "Ich war nervös und ängstlich am Anfang. Ehrlich gesagt ist es für mich immer eine Ehre, gegen sie zu spielen. Ich wollte auf keinen Fall rausfliegen und habe mein Bestes gegeben."

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Osaka über Williams: "Wünschte, dass sie für immer spielt"

Dabei profitierte Osaka von einer durch die Pandemie neu gewonnen mentalen Stärke. "Ich bin am stolzesten darauf, wie mental stark ich geworden bin. Die Quarantäne und alles zu sehen, was in der Welt vor sich geht, hat viele Dinge relativiert. Ich habe immer meine ganze Existenz danach ausgerichtet, ob ich gewonnen oder verloren haben. Und so fühle ich mich inzwischen einfach nicht mehr", erklärte sie später auf der Pressekonferenz.
Osaka, die in den vergangenen drei Jahren immer ein Grand-Slam-Turnier gewann, ist die Zukunft im Damentennis und könnte ein Hauptgrund dafür sein, dass Williams wohlmöglich den Major-Rekord nicht mehr einstellen wird.
Dabei würde sich die Japanerin genau das eigentlich wünschen. Deshalb hofft sie auch, dass bei Williams noch nicht Schluss ist: "Ich wünsche mir, dass sie für immer spielt. Das ist das kleine Kind in mir."
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