14 Tage Quarantäne mussten die Tennisprofis in Kauf nehmen, um an den Australian Open teilnehmen zu dürfen. Die Voraussetzungen waren dabei jedoch nicht für alle Spieler und Spielerinnen gleich.
Während einigen Profis eine Trainingszeit von fünf Stunden pro Tag auf dem Platz und im Fitnessstudio zugestanden wurde, mussten andere die gesamten zwei Wochen auf ihrem Hotelzimmer verbringen. Grund dafür waren einzelne positive Corona-Tests auf dem Hinflug der betroffenen Spieler.
Im Eurosport-Podcast "Das Gelbe vom Ball" bezog French-Open-Doppelsieger Kevin Krawietz im Gespräch mit Boris Becker und Matthias Stach Stellung zu den unterschiedlichen Quarantäne-Maßnahmen: "Ich finde, dass es ein bisschen Wettbewerbsverzerrung war. Es ist ein unglaublicher Unterschied, ob du fünf Stunden oder gar nicht raus darfst. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht."
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Auch Eurosport-Experte Becker pflichtete Krawietz bei. "Ich fand es grenzwertig und ich habe mir auch die Frage gestellt: Hätte ich diesen Trip gemacht?", so der ehemalige Weltklasse-Spieler.

Krawietz: Viele Spieler würden nicht nochmal in Quarantäne gehen

In der Folge waren dann beim Turnier viele Verletzungen bei den Spielern zu bemerken. "Dass da Verletzungen kommen, war jedem bewusst. Man kann das (fehlende Training, Anm. d. Red.) gar nicht so ausgleichen", erklärte Krawietz.
Deshalb seien auch viele Spieler mit dem heutigen Wissen nicht bereit, eine solche Quarantäne erneut auf sich zu nehmen. "Ich glaube, es würde keiner so nochmal machen. Es war schon brutal", so Krawietz.

Stimmung im DTB-Team "unglaublich"

Einen positiven Aspekt hatte die Zeit in Australien für Krawietz dann aber doch. Beim ATP Cup konnte die deutsche Mannschaft mit dem Halbfinaleinzug überzeugen. "Die Stimmung beim ATP Cup war wirklich unglaublich. Wir waren jeden Abend zusammen Abendessen", schwärmte Krawietz und blickte schon in die Zukunft voraus: "Wir haben wirklich Chancen, auch um den Davis-Cup-Titel mitzuspielen."
Auch privat läuft es für Krawietz derzeit gut. Letztes Jahr verlobte er sich, wobei der Heiratsantrag unter besonderen Umständen ablief, wie er Boris Becker und Matthias Stach im Podcast verriet. An einer Autobahnraststätte ging er vor seiner Freundin auf die Knie.
Die komplette Podcast-Folge könnt ihr
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