Wimbledon war bislang das einzige Grand-Slam-Turnier, das sich während des 14-tägigen Events einen freien Tag gönnte. Doch ab kommendem Jahr wird es auch in London keinen "Middle Sunday" mehr geben.
Becker sieht die Änderung kritisch: "Ich fand es immer schön, dass man mal einen Tag zu Hause bleiben konnte oder die Spieler sich regenerieren konnten."
Der Ex-Profi fügte hinzu: "Dadurch wird der zweite Montag weniger spannend. Für mich war das immer der schönste Turniertag, weil wirklich alle verbliebenen Herren und Damen raus zum Tennisspielen mussten."
Tennis
Für den guten Zweck: Federer versteigert Equipment für Millionen-Betrag
15/07/2021 AM 07:21
Grund für den freien mittleren Sonntag war, dass der beanspruchte Rasen einen Tag Ruhe brauchte. Doch eine bessere Grasplatztechnologie lasse nun auch ein Turnier ohne Pause zu, das gaben die Veranstalter bereits Ende April bekannt.
Becker äußerte sich auch dazu, wie wichtig seiner Meinung nach die Fans im Tennis sind. "Man hat wirklich gemerkt, dass der Tennissport die Fans und ein volles Stadion braucht", so der 53-Jährige.
Die Spielerinnen und Spieler würden durch die Unterstützung der Zuschauer besser spielen, auch für die Fans zu Hause vor dem Fernseher sei das Bild dann "einfach schöner", erklärte er.

Becker spricht über emotionalsten Moment in Wimbledon

Becker dachte im Podcast "Das Gelbe vom Ball" auch an seine aktive Zeit zurück, in der er einst selbst in Wimbledon Geschichte schrieb, als er als 17-Jähriger dort triumphierte.
"Es ist der Ort, wo ich populär wurde. Ich bin immer noch dankbar, dass ich Wimbledon spielen durfte und es auch gewinnen konnte", so der Eurosport-Experte, der beim Rasenklassiker insgesamt drei Mal siegte (1985, 1986, 1989).
Trotz seiner großen Erfolge in London war der emotionalste Moment für ihn ein anderer, wie er verriet: "Für mich war der emotionalste Moment im Jahr 2000, als der All England Club alle noch lebenden Spieler und Spielerinnen gebeten hat, auf den Center Court zu kommen."
https://i.eurosport.com/2021/07/15/3173929.jpg
Becker fügte hinzu: "Zum Beispiel ist Björn Borg das erste Mal seit seiner Finalniederlage 1980 wieder auf den Platz gekommen. Er lässt sich dann erst mal auf die Knie fallen und küsst den Boden. Ich meine, Gänsehaut, Achterbahn! So etwas habe ich noch nie gesehen und das vor meinen Augen."
Andere Spieler seien beispielsweise Michael Stich, John McEnroe oder Stefan Edberg gewesen. "Aber auch bei den Damen waren viele bekannte Spielerinnen dabei – das war für mich vielleicht das schönste Bild, das ich jemals in Wimbledon je gesehen habe", so Becker.

DAS GELBE VOM BALL: Der Tennis-Podcast von Eurosport

Das könnte Dich auch interessieren: Abgang durch die Hintertür: Federer droht ein unschöner Abschied

Überraschung: Das war Beckers emotionalster Wimbledon-Moment

Wimbledon
Ungeliebter Gigant Djokovic: "Manchmal nervig, in seiner Haut zu stecken"
14/07/2021 AM 19:18
US Open
Nach Raducanus Wimbledon-Aus: Darum riet ihre Oma zum Rücktritt
VOR EINER STUNDE