Dominic Thiem liebt das Spiel auf Sand, es ist sein stärkster Belag. Und dennoch hat der Österreicher die südamerikanische Sandplatz-Saison, die traditionell auf die Australian Open folgt, in diesem Jahr eingedampft auf nur ein Turnier.
Thiem wird nur in Rio de Janeiro aufschlagen, Buenos Aires hat er abgesagt, Cordoba und Santiago de Chile waren gar nicht erst eingeplant. Das abgespeckte Programm ist eine Folge der kraftraubenden Australian Open, bedeutet aber auch: Der Weltranglistenvierte wird nur einmal auf Sand aufschlagen, ehe es im März direkt wieder auf Hartplatz bei den Masters von Indian Wells und Miami zur Sache geht. Nicht ideal, aber auch kein Drama, wie Thiems Vater Wolfgang im Interview mit tennisnet.com versichert:
Das ist für Dominic kein Problem, weil Sand ist für ihn wie Nach-Hause-Kommen. Da hat er kein Umstellungsproblem.
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Der Fokus in der aktuellen Trainingsarbeit liege ohnehin nicht auf spielerischen Elementen. "Fitnesscoach Duglas Cordero ist am Samstag nach Wien gekommen, die beiden trainieren jetzt bis Donnerstag schwerpunktmäßig Kondition", so Thiem senior.

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Der Sohnemann ist mit der Entwicklung hochzufrieden. Er habe sich beim "Aufschlag, Return und im Spiel nach vorne verbessert", so Thiem. "Ich glaube, dass mein Grundlevel, das ich täglich abrufen kann, höher geworden ist. Das ist ein ganz großes Ziel. Die Aufs und Abs werden immer weniger."

Thiem orientiert sich an Murray

Daraus zieht Thiem auch die Hoffnung, dass es bald klappen könnte mit dem ersten Grand-Slam-Titel der Karriere. Bei seinen bisherigen drei Major-Finals, zweimal bei den French Open gegen Rafael Nadal und in Melbourne gegen Novak Djokovic, zog er jeweils den Kürzeren. Und auch wenn er zugibt, dass die jüngste Final-Niederlage bei den Australian Open "mit Abstand am meisten weh tat", will er sich nicht verrückt machen lassen - zumal er einen besonderen Mutmacher für sich entdeckt hat:
Andy Murray macht mir Hoffnung. Er hat auch erst Mitte 20 sein erstes Grand-Slam-Turnier gewonnen.
Der Brite hatte sogar vier Grand-Slam-Endspiele verloren, ehe er bei den US Open 2012 den Bann brach und in den Jahren darauf noch zweimal in Wimbledon (2013, 2016) triumphierte.
Thiem hat sich derweil mental und vorsorglich für weitere Endspiel-Niederlagen gewappnet: "Vielleicht verliere ich auch die nächsten zwei, aber das wichtigste wird sein, dass ich alles gebe und viel lerne."

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