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"Ergibt keinen Sinn": Unverständnis nach Abbruch von Djokovic gegen Thiem

"Ergibt keinen Sinn": Unverständnis nach Abbruch von Djokovic gegen Thiem

07/06/2019 um 21:02Aktualisiert 07/06/2019 um 22:27

Regen, Wind, Abbruch - und dann schönes Wetter. Die Entscheidung, das French-Open-Halbfinale zwischen Novak Djokovic und Dominic Thiem beim Stand von 2:6, 6:3, 1:3 aus Sicht des Serben abzubrechen und auf Samstag zu vertagen, sorgt für Verwirrung und Unverständnis in Roland Garros. Die ehemalige Grand-Slam-Turniersiegerin Amélie Mauresmo machte auf Twitter keinen Hehl daraus, was sie davon hält.

"Es sind nun 50 Minuten, dass es nicht mehr regnet und trotzdem wurde alles abgesagt", twitterte die Französin, um wenig später einen weiteren Tweet abzusetzen mit der Message: "Eine Stunde und 30 Minuten."

Damit teilte die 39-Jährige einen klaren Seitenhieb auf den Turnierveranstalter aus, der um 18:30 Uhr sehr früh entschieden hatte, den Spieltag in Roland Garros zu beenden.

Noch deutlicher als Mauresmo wurde der ehemalige Profi und zweimalige French-Open-Sieger Jim Courier, der als Experte für den britischen TV-Sender "ITV4" arbeitet und nach der Entscheidung polterte:

" Das ergibt überhaupt keinen Sinn. Ich verstehe nicht, warum diese Entscheidung getroffen wurde. Das hätte nicht passieren dürfen und die Spieler sollten jetzt eigentlich auf dem Court zurück sein."

Journalist Tumaini Carayol nahm es derweil mit Humor: "Das Negative: Spielbetrieb für heute abgesagt. Das Positive: Es ist ein schöner Tag", schrieb Carayol ebenfalls auf Twitter. Kollege Ben Rothenburg twitterte derweil demonstrativ ein Foto des blauen Himmels über dem Court Philippe-Chatrier:

Verwirrung um Abgang von Djokovic

Zuvor hatte es kurzzeitig Verwirrung um Djokovic gegeben. Der Serbe hatte sich schon auf den Weg gemacht, die Anlage zu verlassen, obwohl die Entscheidung noch nicht öffentlich gemacht worden war.

Es handelte sich dabei nach Eurosport-Informationen aber nicht um einen Regelverstoß oder eine eigenmächtige Aktion, um Tatsachen zu schaffen. Vielmehr hatte der Weltranglistenerste die Entscheidung schon mitgeteilt bekommen, bevor diese auch offiziell kommuniziert worden war.

Dies bestätigte kurz darauf auch der französische Tennisverband FFT, der das Turnier organisiert. "Die beiden Spieler wurden als erstes über den Abbruch informiert. Novak Djokovic hat dann das Stadion verlassen, bevor die Entscheidung der Öffentlichkeit mitgeteilt wurde, aber erst nachdem sie getroffen worden war", heißt es in einem Statement der FFT.

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Die Vertagung auf Samstag kommt Djokovic allerdings nicht ungelegen. Zum einen hatte er schon im ersten Satz aufgrund des Windes darum gebeten, abzubrechen. Zum anderen tat sich der French-Open-Champion sehr schwer gegen Thiem und lag zum Zeitpunkt des Abbruchs mit 2:6, 6:3 und 1:3 zurück.

Immerhin bleibt den Zuschauern, die ein Ticket für das Match hatten, eine kleiner Trost: Sie bekommen den Preis vollumfänglich erstattet...

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