Die French Open 2021 beginnen am kommenden Sonntag, den 30. Mai (live bei Eurosport). Doch Djokovic spielt derzeit trotzdem noch das ATP-250-Turnier in Belgrad. Sollte er in seiner Heimat ins Finale kommen, bestreitet er am Samstag, einen Tag vor dem Beginn in Roland-Garros, noch ein Match.
Ein ziemlicher straffer Zeitplan und zudem äußerst ungewöhnlich, dass einer der Topfavoriten so kurz vor einem Grand Slam noch ein Turnier bestreitet.
Auch Eurosport-Experte Boris Becker wundert sich über den Plan des Serben: "Normalerweise sind die Topspieler schon eine Woche vorher in Roland-Garros, um sich vor Ort auf das Turnier vorzubereiten. Insofern ist die Entscheidung von Djokovic schon außergewöhnlich", meinte der 53-Jährige in einer Medienrunde am Dienstag.
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Generell habe Djokovic in diesem Jahr seinen Turnierablauf verändert. Becker, der von 2013 bis 2016 Trainer des Serben war, erklärte: "Er hat im April das Turnier in Belgrad gespielt und spielt auch jetzt den zweiten Wettbewerb in der serbischen Hauptstadt, der direkt in der Woche vor den French Open stattfindet. Das hat sicherlich familiäre Gründe, sein Bruder Djordje ist Ausrichter, von daher kann man das natürlich verstehen. Aber es ist ein sehr ungewöhnlicher Weg."

Djokovic auf der Suche nach seiner Topform

Die Nummer eins der Welt war nach seinem Triumph bei den Australian Open lange auf der Suche nach seiner Form.
In Monte-Carlo unterlag er bereits im Achtelfinale dem Briten Daniel Evans, bei seinem Heimturnier in Belgrad eine Woche später im Halbfinale dem Russen Aslan Karatsev. Seine Teilnahme am Masters in Madrid sagte der Weltranglistenerste ab. Erst in Rom lief es wieder für Djokovic, in der italienischen Hauptstadt unterlag er erst im Finale seinem ewigen Rivalen Rafael Nadal.
"Natürlich bin ich enttäuscht, nicht gewonnen zu haben, aber ich bin auch sehr zufrieden mit dem Level, auf dem ich in den späteren Runden gespielt habe. Langsam fange ich an, mich auf Sand so wohlzufühlen, wie ich mir das erhofft habe", sagte Djokovic danach.
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Djokovic will in Paris auf dem Höhepunkt sein

Auch wenn Djokovic trotz der Niederlage viel Positives aus Rom mitnehmen konnte, wartet der 18-malige Grand-Slam-Sieger in dieser Saison noch auf einen Titel auf der roten Asche. Das große Ziel auf Sand sind zwar ganz klar die French Open, trotzdem scheinen die Ergebnisse der vergangenen Wochen jedoch am Selbstvertrauen des 34-Jährigen zu nagen.
In seiner Heimat will sich Djokovic nun den nötigen Feinschliff holen, um beim Sandplatzklassiker, bei dem er vergangenes Jahr im Finale recht deutlich Nadal in drei Sätzen 0:6, 2:6, 5:7 unterlag, in Bestform zu sein.
Vor dem Turnier in Belgrad erklärte er: "Ich habe alles dafür gemacht, um in Paris auf dem Höhepunkt zu sein. Hier geht es um Matchpraxis und darum, an einigen spezifischen Details in meinem Spiel zu arbeiten. Hoffentlich kann ich diese optimieren und sie für Paris perfekt einstellen."
Sein erstes Match in seiner Heimat gewann Djokovic gegen den deutschen Außenseiter Mats Moraing mit 6:2, 7:6 (7:4). Am Mittwoch trifft der Serbe im Viertelfinale auf den Argentinier Federico Coria.
Sollte Djokovic am Samstag das Finale in Belgrad bestreiten, müsste sich der 34-Jährige anschließend schleunigst auf den Weg nach Paris machen.
Es ist zwar ein möglicher Weg, wie sich der 18-fache Grand-Slam-Sieger aktuell auf Roland-Garros vorbereitet, aber wie Becker eben sagte "ein sehr ungewöhnlicher".

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