Elfmal hat Serena Williams seit der Geburt ihrer Tochter im Jahr 2017 bislang versucht, den 24. Grand-Slam-Titel unter Dach und Fach zu bringen.
Die Einstellung der Rekordmarke der Australierin Maragret Court ist die wohl größte Motivation für die 39-Jährige gewesen, nach der Schwangerschaft auf die Tour zurückzukehren.
Nur: Es will nicht mehr klappen mit einem Major-Titel.
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Viermal stand Williams bei elf Versuchen im Finale eines Grand-Slam-Events, viermal verlor sie. 2018 und 2019 unterlag sie jeweils in den Endspielen von Wimbledon und bei den US Open - ohne auch nur einen Satz zu gewinnen.

Mouratoglou: "Wie eine zusätzliche Gegnerin"

Das nagt am Selbstverständnis des Superstars. "Diese Geschichte ist jetzt wie eine zusätzliche Gegnerin. Das ist Fakt", gab Trainer Patrick Mouratoglou im Gespräch mit "tennismajors.com" unumwunden zu. "Ihr spielerisches Level passt, aber sie gewinnt die Grand-Slam-Finals nicht mehr."

Serena Williams mit ihrem Trainer Patrick Mouratoglou

Fotocredit: Getty Images

Das macht die Sache nicht leichter für Williams. Gäbe es Probleme beim Aufschlag oder auf der Rückhand, wäre klar, was im Training zu tun ist und warum sie die großen Matches nicht mehr für sich entscheiden kann. So aber muss die einstige Nummer eins der Welt eine mentale Blockade lösen, was wesentlich schwieriger sein kann.
Ein gutes Beispiel waren die Australian Open im Februar. "Seit ihre Tochter auf der Welt ist, war sie nie fitter. Jeder konnte sehen, dass sie sehr gut in Form war", so Mouratoglou. Besonders mit ihren Erfolgen im Achtel- und Viertelfinale gegen die Top-10-Spielerinnen Aryna Sabalenka und Simona Halep beeindruckte Williams die Szene.

Williams: Herbe Enttäuschung gegen Osaka

Dann kam das Halbfinale gegen Naomi Osaka. "Es war sehr enttäuschend für Serena, dass sie da nicht zu ihrem Spiel fand", erinnert sich Mouratoglou an die 3:6, 4:6-Niederlage. Es habe früher Grand-Slam-Turniere gegeben, bei denen Williams nicht in bester Verfassung gewesen sei und dennoch das Finale erreicht habe. Dass ihr das in Melbourne in hervorragender Verfassung nicht gelang, ärgert die US-Amerikanerin umso mehr.

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"Wir müssen eine Lösung finden", betont Mouratoglou. Womit wir bei den nächsten Problemen sind. Denn: Die French Open sind seit jeher das "schwächste" Grand-Slam-Turnier für Williams, die in Roland-Garros bislang "nur" dreimal triumphierte.
Das Spiel der Weltranglisten-Achten passt besser zu den Hartplatz-Turnieren von Melbourne und New York oder zum Rasen-Klassiker von Wimbledon. Dort holte Williams jeweils mindestens sechs Titel, bei den Australian Open und in Wimbledon sogar sieben. In Paris scheiterte sie dagegen in den vergangenen beiden Jahren in der dritten beziehungsweise zweiten Runde.

Williams: Über Rom zum Titel in Paris?

Neben dem Sandplatz-Faktor spricht aber auch die fehlende Matchpraxis gegen Williams, die seit Melbourne pausiert. Das Comeback ist für das Turnier in Rom geplant, das am 10. Mai beginnt. Hier will sich Williams auf Sand für Roland-Garros in Form bringen.
"Von da an werden wir drei intensive Wochen auf Sand absolvieren", verrät Mouratoglou. Die Erinnerungen an die ewige Stadt am Tiber sind gut, Williams gewann den Wettbewerb bereits dreimal.
Rom wird zeigen, wie gut die Chancen der 23-fachen Grand-Slam-Turniersiegerin sind, ihren Traum von der 24 im zwölften Anlauf wahr zu machen.
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