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Kuriose Wachablösung: Nadal stürzt Djokovic

Kuriose Wachablösung: Nadal stürzt Djokovic

14/10/2019 um 23:09

Rafael Nadal steckt in einer merkwürdigen Lage: Seit dem US-Open-Titel bestritt der Spanier verletzungsbedingt kein Match mehr auf der ATP Tour, nur beim Laver Cup schlug er auf. Unbefriedigend. Auf der anderen Seite hat Nadal allen Grund zur Freude. Am Wochenende heiratet er seine Lebensgefährtin Maria Francisca Perello, am 4. November wird er die neue Nummer eins der Welt - ohne zu spielen.

Es ist schon jetzt eine gute Portion Wehmut dabei. "Ich befinde mich in der finalen Phase meiner Karriere. Das ist traurig, aber es ist so", ließ Nadal dieser Tage auf einem Sponsoren-Event wissen.

Mit 33 Jahren und einer fulminanten Karriere, die allerdings häufig auch von Verletzungen begleitet war, denkt der 19-fache Grand-Slam-Turniersieger langsam ans Aufhören. Langsam. Denn noch hat der Ausnahmespieler Ziele.

Darum zieht Nadal an Djokovic vorbei

Darüber hinaus hofft der Mallorquiner, ab Ende Oktober beim Masters in Paris-Bercy und danach bei den Finals in London dabei sein zu können. Bis dahin soll die Verletzung am linken Handgelenk auskuriert sein. Nadal ist optimistisch, trainiert bereits wieder in seiner eigenen Tennis-Akademie auf Mallorca.

In der "Rafael Nadal Academy" wird auch die Zukunft des Superstars liegen. Er wolle nach der aktiven Karriere dem Sport verbunden bleiben, so Nadal. "Die Akademie gibt mir die Möglichkeit, dieses Ziel in der Zukunft zu erreichen."

Nadal jagt Federers Rekord

Vorher aber steht noch einiges auf dem Spiel. Nadal liegt "nur" einen Titel hinter der Bestmarke von Rekord-Grand-Slam-Champion Roger Federer zurück, der 20 Major-Trophäen sammelte. Gut möglich, dass er den Schweizer bei den French Open in der nächsten Saison einholt, es wäre bereits der 13. Erfolg für Nadal in Roland Garros.

Es spricht sehr viel mehr dafür als dagegen, dass ihm das gelingt - auch wenn der 33-Jährige die "finale Phase" seiner Laufbahn eingeläutet hat...

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