Solch ein frühes Aus wie in Doha, als Roger Federer sein zweites Spiel nach dem Comeback gegen den Georgier Nikolos Basilashvili 6:3, 1:6, 5:7 verlor, ist natürlich nicht der Anspruch des Maestros. "Ich bin nicht zurückgekommen, um mitten im Nirgendwo zweite Runden zu spielen", stellte er klar.
Sein Ziel, sich nochmal mit seinen langjährigen Rivalen Rafael Nadal und Novak Djokovic zu messen, hält Federer für einen "logischen Traum". Denn: "Ich denke, ich weiß, was ich tun muss, um dorthin zu kommen. Es ist einerseits ein Traum, andererseits eine Logik."
Das bisher letzte Mal, dass der 20-fache Grand-Slam-Sieger einem der ganz Großen auf dem Platz gegenüber stand, war im Halbfinale der Australian Open 2020. Dort unterlag Federer dem späteren Turniersieger Novak Djokovic 6:7 (1:7), 4:6, 3:6. Es war zugleich sein letztes Spiel bis zum Comeback vor wenigen Wochen in Doha.
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Um dieses Niveau wieder zu erreichen, schuftet Federer nach eigenen Angaben enorm. "Ich arbeite sehr hart, obwohl ich nicht viel darüber spreche. Ich hoffe, die Leute verstehen, wie hart ich arbeite - ansonsten hätte ich es nicht so weit geschafft", erklärte der 39-Jährige.

Federer: "Aus meinen Niederlagen habe ich am meisten gelernt"

Doch nicht nur das harte Training hilft Federer bei diesem Prozess, auch aus seinen Niederlagen in Vergangenheit zieht er eine Stärke. Der Schweizer erklärte: "Aus meinen Niederlagen habe ich am meisten gelernt. Das Wichtigste ist, ihnen nicht zu viel emotionale Bedeutung zu geben."
Während manche Spieler Tag und Nacht über ihre Fehler nachdenken würden, analysiere er diese sehr schnell, so Federer. "Das hilft mir dabei, weiterzumachen."
Hinzu kommt natürlich auch der Faktor Zeit. Denn mit 39 Jahren ist auch Federer klar, dass er nicht mehr allzu lange auf allerhöchsten Niveau aktiv Tennis spielen wird. Die Chancen seinen 21. Grand-Slam-Titel zu holen und somit die Angriffe von Nadal und Djokovic nochmal abwehren zu können, werden von Jahr zu Jahr geringer.

Wann Federer seine Comeback-Saison fortsetzt, ist noch offen

Deshalb will der achtfache Wimbledon-Sieger noch einmal alles in die Saison 2021 legen: "Ich werde einen letzten Versuch wagen, um zu sehen, was noch im Tank ist."
Wann er den nächsten Versuch bei einem Turnier wagt, steht aktuell allerdings noch nicht fest. Seine Teilnahme am aktuell laufenden ATP-Masters in Miami hatte er schon Anfang März abgesagt. Damals zitierte das "SRF" eine Mitteilung, die Federers Manager Tony Godsick gegenüber der Agentur Associated Press (AP) abgegeben hatte: "Nach Doha und Dubai wird Federer einen Trainingsblock einlegen, um sich langsam wieder auf die Tour zurückzuarbeiten."
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