Am Montag gab das Organisationskomitee Tokio 2020 bekannt, dass bei der Zeremonie zum Start des olympischen Fackellaufs am 25. März in Fukushima keine Zuschauer zugelassen werden.
Offen ist derweil allerdings noch, ob Zuschauer aus dem Ausland zu den Spielen nach Japan kommen und ob die Sportlerinnen und Sportler ihre Familien mitbringen dürfen.
Es ist bekannt, dass es Federer sehr wichtig ist, seine Familie bei Turnieren dabei zu haben. Das sei offenbar auch ein Grund gewesen, wieso er auf die Teilnahme bei den Australian Open verzichtet habe, da seine Frau und seine vier Kinder aufgrund der strengen Corona-Einreisebeschränkungen nicht mit nach Melbourne reisen konnten.
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Fünf Wochen von seiner Familie getrennt zu sein, sei für ihn keine Option gewesen. Federer soll damals laut dem Ex-Tennisprofi André Sá gesagt haben: "39 Jahre, vier Kinder, 20 Grand-Slam-Titel. Ich bin nicht mehr in der Phase, wo ich fünf Wochen von der Familie weg bin."
Die Entscheidung, ob Zuschauer aus dem Ausland zu den Spielen nach Japan kommen dürfen, soll noch vor Beginn des Fackellaufs fallen. Laut den "Kyodo News" sei die Regierung um Premierminister Yoshihide Suga bereits zu dem Schluss gekommen, dass es "nicht möglich" sei, Fans von außerhalb zuzulassen.
Auch die neue Organisationskomitee-Chefin Seiko Hashimoto sagte gegenüber der japanischen Tageszeitung "Mainichi Shimbun": "Ich muss schweren Herzens sagen: Das ist schwierig."
Die Sportlerinnen und Sportler hätten die Chance auf eine Teilnahme bei Olympischen Spielen "möglicherweise nur einmal in ihrem Leben", so Hashimoto, deshalb wolle sie "auf emotionaler Ebene, dass Familien zuschauen können". Aber man müsse auch an das Gesundheitssystem des Landes denken.

Federer: "Tokio bleibt mein großes Ziel"

Federer wird jedenfalls die Entscheidung des Organisationskomitee Tokio 2020 mit Spannung erwarten - es sieht allerdings derzeit nicht besonders gut für die Federer-Familie aus.
Für den Schweizer ist Olympia "immer etwas spezielles", denn er habe bei Olympischen Spielen schon viel erlebt: 2000 in Sydney hat er seine Frau kennengelernt, 2004 und 2008 war er Fahnenträger für die Schweiz, er gewann 2008 in Peking mit seinem Doppel-Partner Stan Wawrinka Gold und holte 2012 in London Silber.
In Tokio soll jetzt Gold im Einzel folgen: "Tokio bleibt mein großes Ziel", so Federer. Und das am liebsten in Anwesenheit seiner Familie.
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