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US Open

Williams nach US-Open-Eklat in psychologischer Behandlung

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Serena Williams - Naomi Osaka - US Open 2018

Fotocredit: Getty Images

VonRobert Bauer
10/07/2019 Am 07:49 | Update 10/07/2019 Am 08:14

Selten wurde ein Grand-Slam-Finale so kontrovers diskutiert, wie das US-Open-Endspiel im Jahr 2018 zwischen Serena Williams und Naomi Osaka. Dabei wurde der Sensationssieg der damals 20-jährigen Japanerin fast zur Randnotiz. Zu groß war der Eklat um Williams, die fast ein Jahr nach ihrer Niederlage in New York im Modemagazin "Harper's Bazaar" nochmal ihre Sichtweise erklärte.

Das Finale im vergangenen Jahr mündete zwischenzeitlich in eine verbale Auseinandersetzung zwischen der 23-maligen Grand-Slam-Siegerin Serena Williams und Stuhlschiedsrichter Carlos Ramos, der Williams nacheinander drei Verwarnungen aufbrummte und ihr so ein Spiel abnahm.

Serena Williams

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Fast auf den Tag genau zehn Monate später, enthüllte Williams dem "Harper's Bazaar", ihre Gefühle und Gedanken während und nach der Niederlage bei den US-Open.

"Am Ende hat meine Gegnerin einfach besser gespielt als ich und am Ende ihren ersten Grand-Slam-Titel gewonnen. Ich hätte mich nicht mehr für sie freuen können, als ich es getan habe", sagte Williams und führte aus:

Ich fühlte mich von dem Sport, den ich liebe, besiegt und missachtet.
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Williams: "Ich dachte, ich tue das Richtige"

Williams gestand, dass sie in den Tagen nach dem Spiel keinen "Frieden finden“ konnte und sogar einen Therapeuten aufsuchte. Letztendlich entschied sie sich für eine Entschuldigung bei der jungen Grand-Slam-Siegerin.

In ihrer Nachricht schrieb sie Osaka:

Ich bin so stolz auf dich und es tut mir wirklich leid. Ich dachte, ich tue das Richtige, um für mich selbst einzustehen. Aber ich hatte keine Ahnung, dass die Medien uns gegeneinander ausspielen würden. Ich wünschte, es gäbe die Möglichkeit, diesen Moment noch einmal zu erleben. Ich bin, war und werde mich immer für dich freuen und dich unterstützen.

Williams führte in ihrer Nachricht weiter aus: "Ich würde niemals wollen, dass das Rampenlicht von einer anderen Frau, speziell einer anderen schwarzen Sportlerin, genommen wird. Ich kann deine Zukunft kaum erwarten und glaube mir, ich werde immer als großer Fan zuschauen! Ich wünsche dir heute und in Zukunft nur Erfolg."

Die Antwort von Naomi Osaka ließ nicht lange auf sich warten und trieb Williams nach einigen Angaben, Tränen in die Augen:

Die Leute können Stärke als Ärger missverstehen, weil sie nicht zwischen den beiden unterscheiden können... Niemand ist so für sich selbst eingestanden, wie du es getan hast, und du musst genauso bahnbrechend weitermachen.

Aktuell steht Williams beim Rasenklassiker in Wimbledon im Halbfinale und greift damit erneut nach ihrem 24. Grand-Slam-Titel.

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