Die Partie begann mit fast dreistündiger Verspätung, die Organisatoren machten zu den Gründen keine genauen Angaben.

US Open
Ansetzungen Dienstag: Zverev peilt Halbfinale an
08/09/2020 AM 16:40

Gegen 17 Uhr Ortszeit (23 Uhr MESZ) kamen Alexander Zverev und Adrian Mannarino dann doch noch zu ihrer Drittrundenpartie auf den Platz.

Kurz darauf veröffentlichte der US-amerikanischen Tennisverbands USTA ein Statement, wonach das Match wegen "eines gemeinschaftlichen Dialogs mit Gesundheitsbehörden" verlegt worden sein soll. Beide Spieler seien darüber informiert worden. Weitere Angaben machte der Veranstalter nicht:

Angesichts der Sensibilität der damit verbundenen medizinischen Fragen ist die USTA nicht in der Lage, weitere Einzelheiten zu nennen.

Zverev: Rätselraten über Verschiebung

So war nicht nur bei Zverevs Bruder Mischa Rätselraten angesagt:

Mischa Zverev über Form von Alex: "Als ob man eine Münze wirft"

Zverevs Duell mit Mannarino hätte ursprünglich direkt nach Kerbers 6:3, 6:4-Erfolg gegen die US-Amerikanerin Ann Li gegen 20:30 Uhr stattfinden sollen.

Doch der deutsche Topspieler wurde zunächst in den TV-Bildern nicht im Louis-Armstrong-Stadion, dem Spielort seines Drittrundenmatches, oder bei der Vorbereitung auf das Match gezeigt. Stattdessen lag er zeitweise mit nacktem Oberkörper vor seiner Loge im Arthur-Ashe-Stadion.

Kontakt mit Paire als Auslöser?

Nun rätselte unter anderem auch Kerber, warum ihr Landsmann nicht auf dem Platz stand. "Warum, wieso, weiß ich nicht", sagte Kerber. Von offizieller Seite gab es zunächst keinerlei Informationen.

Schnell kamen unbestätigte Gerüchte auf, dass die Verzögerung mit der Situation der französischen Profis zusammenhängen könnte.

Nach dem positiven Coronatest von Benoît Paire, der deshalb kurz vor Turnierbeginn vom Wettkampf ausgeschlossen wurde, mussten sich mehrere Profis an ein noch strengeres Sicherheitsprotokoll halten, weil sie engen Kontakt zu Paire gehabt hatten. Dazu gehört Berichten zufolge auch Mannarino.

Wirbel um Rückreise von Paires Kontaktpersonen

Die Französin Kristina Mladenovic, ebenfalls betroffen, hatte zuletzt heftige Kritik am Sicherheitskonzept der US Open geübt. "Ich war noch nie in einem solchen Zustand. Ich bin völlig am Ende meiner Kräfte. Es ist ein Albtraum, was wir hier durchmachen", klagte die 27-Jährige nach ihrer Zweitrundenniederlage.

Die Belgierin Kirsten Flipkens machte am Freitag publik, dass es aus ihrer Sicht so aussehe, als ob die elf Profis, die mit Paire näher zu tun hatten, "zwei Wochen lang hierbleiben müssen, gerechnet ab dem letzten Kontakt mit Benoît", so Flipkens: "Das bedeutet bis Freitag, den 11. September." Sie selbst gehöre dazu.

Im Raum steht, die Spieler dann alle gemeinsam mit einem Flug nach Hause zu schicken. Am Freitagnachmittag soll nun um eben diese Rückreise der Kontaktpersonen von Paire verhandelt worden sein, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" und berief sich dabei auf eine Aussage der französischen Botschaft.

Offiziell wurde das jedoch von der USTA nicht bestätigt.

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(mit SID)

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