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Wimbledon 2018 - Kevin Anderson triumphiert nach epischem Halbfinale gegen John Isner

26:24 im fünften Satz! Anderson gewinnt historisches Halbfinale
Von SID

14/07/2018 um 00:43Aktualisiert 14/07/2018 um 11:14

Kevin Anderson hat sich in einem historischen Wimbledon-Halbfinale mit 7:6 (8:6), 6:7 (5:7), 6:7 (9:11), 6:4 und 26:24 gegen John Isner aus den USA durchgesetzt. Allein der fünfte Satz dauerte zwei Stunden und 54 Minuten, insgesamt ging die Partie über 6:36 Stunden. Im Endspiel wartet nun der Sieger des zweiten Semifinales zwischen Novak Djokovic und Rafael Nadal.

Nach dem drittlängsten Match der Tennis-Geschichte berichtete ein emotional angeschlagener Anderson von gemischten Gefühlen. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Wenn man unter diesen Bedingungen ein so langes Match spielt, dann fühlt sich das an, wie ein Unentschieden. Aber es musste heute einen Sieger geben."

Der Bezwinger von Titelverteidiger Roger Federer zeigte Mitgefühl für Isner:

"John ist ein toller Typ, ich will mir gar nicht vorstellen, wie sich diese Niederlage für ihn anfühlen muss."

Gegen Anderson hatte Isner im dritten Satz nach zuvor 110 gewonnenen Aufschlagspielen in Serie erstmals ein Break kassiert, gleich im Anschluss jedoch auch Anderson dessen Service abgenommen.

Im 50. Spiel des fünften Satzes fiel dann die Entscheidung, als Anderson Isner das Service zum 26:24 abnahm. Der Südafrikaner schlug insgesamt 49 Asse, der unterlegene US-Amerikaner kam gar auf 53.

Anderson steht nun zum zweiten Mal nach den US Open 2017 in einem Grand-Slam-Finale - und war doch körperlich wie emotional einfach nur erschöpft. "Es tut mir leid, wenn ich gerade nicht richtig euphorisch sein kann", meinte er unmittelbar nach Spielende entschuldigend.

Isner und Mahut bleiben Rekordhalter

Bei Grand-Slam-Turnieren hatte lediglich das Wimbledon-Erstrundenmatch zwischen Isner und dem Franzosen Nicolas Mahut 2010 mit 11:05 Stunden reiner Spielzeit länger gedauert.

Der fünfte Satz, in dem traditionell kein Tiebreak mehr gespielt wird, endete damals 70:68, die Partie erstreckte sich damals über drei Tage.

2015 hatte zudem die Davis-Cup-Partie zwischen Leonardo Mayer (Argentinien) und Joao Souza (Brasilien) 6:43 Stunden gedauert.

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