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Wimbledon 2018 - Traum vom deutschen Finale geplatzt: Görges scheitert an Williams

Traum vom deutschen Finale geplatzt: Görges scheitert an Williams

12/07/2018 um 16:59Aktualisiert 12/07/2018 um 17:23

Julia Görges ist im Halbfinale von Wimbledon an Serena Williams gescheitert. Damit ist der Traum vom rein deutschen Finale im All England Tennis Club geplatzt. Die langjährige Nummer eins der Welt spielte ein fehlerfreies Spiel, bezwang die Halbfinal-Debütantin Görges mit 6:2 und 6:4. Im Finale kommt es nun zur Neuauflage des Endspiels von 2016 Williams gegen Angelique Kerber.

Julia Görges startete nervös in ihr erstes Wimbledon-Halbfinale. Gleich in ihrem ersten Aufschlagspiel musste sie gegen eine von Beginn an aggressive Serena Williams einen Breakball abwehren. Nach einer Viertelstunde kam Görges dann besser rein, doch Williams zeigte ihre bis dahin beste Turnierleistung. Die US-Amerikanerin leistete sich enorm wenig Fehler, war sicher beim ersten Aufschlag und übte unentwegt Druck auf die Wahl-Regensburgerin aus.

Görges‘ Problem war die fehlende Länge in ihren Schlägen. Am Ende des ersten Satzes verlor sie vier Spiele in Serie und gab den Durchgang mit 2:6 ab.

Bärenstarke Williams

Im zweiten Satz änderte sich nichts. Der Durchgang startete mit einem Ass für Williams, Görges wirkte mehr und mehr frustriert. Bei eigenem Service steigerte sich die gebürtige Bad Oldesloherin zwar, jedoch holte sich Williams erneut beim Stand von 2:2 das Break und schlug beim Stand von 5:3 zum Finaleinzug auf.

Dann plötzlich ergab sich die erste Chance für Görges zum Break, die sie auch nutzte. Jedoch gelang Williams das direkte Re-Break und somit der 6:2-6:3-Matchgwinn.

"Es ist verrückt. Ich weiß nicht, wie ich mich fühlen soll", versuchte Williams nach dem Spiel ihre Gefühlswelt zu beschreiben.

"Ich habe nicht erwartet, dass ich das in meinem vierten Turnier nach meinem Comeback schaffe. Ich dachte einfach, dass ich nichts zu verlieren hatte."

Finale gegen Kerber

Normal sei es für sie nicht, jetzt in einem Wimbledon-Finale zu stehen.

Für Final-Gegnerin Kerber hatte die US-Amerikanerin nichts als Lob übrig:

"Ich liebe es, Kerber beim Spielen zuzusehen. Sie ist eine unfassbar starke Rasenspielerin. Das letzte Mal, dass ich hier gespielt habe, war gegen sie im Finale."
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