Ryan Peniston lebt seinen Tennistraum. Bereits im Vorjahr schaffte es der Brite ins Hauptfeld von Wimbledon. In dieser Saison ging die Reise im All England Club sogar noch eine Etappe weiter.
Der 26-Jährige feierte in Runde eins gegen den Schweizer Henri Laaksonen seinen ersten Sieg auf Major-Ebene (6:4, 6:3, 6:2).
Danach war der US-Amerikaner Steve Johnson zwar eine Nummer zu groß (3:6, 2:6, 4:6) - dennoch war es ein ganz besonderes Erlebnis für den Tennisprofi, der als Kind am Rhabdomyosarkom, einem Gewebekrebs, erkrankte und diesen mithilfe einer Chemotherapie überwand.
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"Ich glaube, ich bin dadurch als Spieler und als Mensch härter geworden. Es ist wirklich ein verborgener Segen", erzählte Peniston in Wimbledon.

Mutter Peniston: "Einfach eine harte Zeit"

Nichtsdestotrotz war es ein beschwerlicher Weg für den Sportler, der mit seiner Geschichte derzeit für großes Aufsehen in Großbritannien sorgt. "Die Chemotherapie hat sein Wachstum gehemmt. Für sein Alter war er immer kleiner als alle anderen Gleichaltrigen. Er wuchs erst in seinen späten Teenagerjahren. Es war einfach eine harte Zeit", erinnert sich Mutter Penny.
"Ich war immer etwa einen Fuß (ca. 31 Zentimeter, Anm. d. Red.) kleiner als alle meine Freunde. Sie wuchsen alle und bekamen bessere Aufschläge und so weiter hin. Ich hatte Mühe, entsprechend viel zu laufen und die Bälle zu erreichen", so Peniston.
An eine Profilaufbahn, geschweige denn eine Teilnahme am Wimbledon-Turnier, war nicht unbedingt zu denken. Und doch schaffte der junge Mann aus dem englischen Badeort Southend-on-Sea, der mittlerweile 1,83 Meter misst, den Sprung zu den Profis.

Peniston: "Das rückt alles in die richtige Perspektive"

"Es ist so schrecklich, so etwas durchzumachen, besonders für meine Familie und meine engen Freunde. Aber es gibt mir so viel Kraft. Ich habe ein paar sehr, sehr nette Nachrichten von einigen Stiftungen und Menschen bekommen, die Ähnliches durchgemacht haben", berichtet der Weltranglisten-135.
Vielleicht fußen die jüngsten Erfolge auf dem Court aus der Erkenntnis, die Peniston aufgrund seiner Erfahrungen gewonnen hat: "Es ist wirklich etwas Besonderes, solche Nachrichten zu erhalten. Das rückt alles in die richtige Perspektive."
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