"Wir waren nervös, fast schon ratlos, konnten mit der Last nicht umgehen. Dann haben wir es gedreht. Wir sind überglücklich", sagte der in Stuttgart geborene DSC-Trainer Alexander Waibl nach dem Krimi. Für die kanadische Außenangreiferin Shanice Marcelle, die in dieser Saison selten zur Startformation gehörte, erfüllte sich ein Traum: "Ich habe immer sehr hart trainiert und auf diese Chance gehofft. Großartig, dass es heute so gut gelaufen ist."
Der entscheidende Sieg war allerdings ein hartes Stück Arbeit. Die Stuttgarterinnen stemmten sich mit aller Macht gegen das Aus, wollten um jeden Preis ein viertes Spiel am Samstag in eigener Halle erzwingen. Entsprechend ging es hin und her, im vierten Satz war Stuttgart mehrmals nur zwei Punkte vom Matchgewinn entfernt.
Auch im fünften Satz führten die Gäste, Tabellenzweiter der Punkterunde, verloren aber beim Stand von 9:6 die Konzentration. Dresden gelangen fünf Punkte in Serie, wenig später verwandelte der DSC seinen ersten Matchball. Der MTV muss damit weiter auf seinen ersten Meistertitel warten.
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Die Enttäuschung hielt sich aber in Grenzen. "Heute waren es wirklich Kleinigkeiten, die den Unterschied gemacht haben", sagte Stuttgarts Trainer Guillermo Hernandez. Zuspielerin Mareike Hindriksen ergänzte: "Die Gefühle sind so kurz nach dem Spiel gemischt. Ich bin auf der einen Seite enttäuscht, aber dennoch stolz darauf, was wir mit diesem Team alles erreicht haben. Wir haben bis zuletzt das Maximum herausgeholt."
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