Eurosport

Pavan/Melissa holen WM-Titel, DVV-Damenteams verpassen Ziel

Pavan/Melissa holen WM-Titel, DVV-Damenteams verpassen Ziel

06/07/2019 um 18:05Aktualisiert

Die Kanadierin Sarah Pavan und Melissa Humana-Paredes sind neue Weltmeisterinnen im Beachvolleyball.

Das Duo schlug im Finale am Hamburger Rothenbaum die US-Amerikanerinnen Alix Klineman und April Ross in zwei Sätzen mit 21:19 und 23:21.

Aufgrund regnerischen Wetters musste das Finale bei geschlossenem Dach absolviert werden, was der Stimmung auf den ausverkauften Zuschauerrängen aber keinen Abbruch tat. Überragende Spielerin auf dem Platz war die 26-jährige Humana-Paredes, die mehrere Angriffsschläge der Gegnerin hervorragend abwehrte und den Ball im Spiel hielt. Pavan verwandelte den dritten Matchball schließlich am Netz zum Sieg für die Weltranglisten-Sechsten.

Für das Schweizer Duo Nina Betschart und Tanja Hüberli erfüllte sich der Traum von der WM-Medaille nicht. Nach starkem Turnier hatten sie im Spiel um Platz drei gegen die Australierinnen Taliqa Clancy und Mariafe Artacho del Solar mit 18:21 und 20:22 das Nachsehen.

Für die deutschen Damenteams endete die Heim-Weltmeisterschaft mit einer Enttäuschung. Alle deutschen Duos verfehlten das angestrebte Ziel Viertelfinale. Als beste DVV-Mannschaft mussten sich Karla Borger und Julia Sude im Achtelfinale den Brasilianerinnen Barbara und Fernanda mit 1:2 nach Sätzen geschlagen geben.

Für Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur, Kim Behrens und Cinja Tillmann, Leonie Körtzinger und Sarah Schneider, Victoria Bieneck und Isabel Schneider sowie Olympiasiegerin Laura Ludwig mit ihrer neuen Partnerin Margareta Kozuch war jeweils in der Runde der besten 32 Endstation.

Ludwig spielt erst seit Saisonbeginn mit Kozuch. Dem Duo fehlt noch etwas die Abstimmung, allerdings läuft im Hinblick auf die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio, bei dem maximal zwei Mannschaften pro Geschlecht und Verband starten dürfen, langsam die Zeit davon.

“Wir haben sehr, sehr viel trainiert in den letzten Wochen. Die Zeit ist natürlich begrenzt. Die Erfahrung muss über die Spiele kommen, über die Turniere. Unser großes Ziel ist es, konstant zu zeigen, was wir können”, zeigte sich Ludwig dennoch zuversichtlich. Die 33-Jährige hatte 2016 mit Kira Walkenhorst in Rio de Janeiro Olympiagold und ein Jahr später in Wien den WM-Titel gewonnen.

Insgesamt 24 Teams pro Geschlecht werden beim Olympischen Turnier an den Start gehen. Die Weltmeisterinnen Pavan und Humana-Paredes haben in Hamburg bereits den Quotenplatz für das Turnier in der japanischen Hauptstadt gelöst. Zwei weitere Startplätze werden bei einem Qualifikationsturnier im September in China ausgespielt, die restlichen über die Weltrangliste und kontinentale Qualifikationsturniere entschieden.

0
0